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Sportartikelhersteller Puma-Chef bestätigt Überlegung für Einstieg beim BVB

Exklusiv

Puma-Chef Bjørn Gulden hat in einem Interview mit der WirtschaftsWoche erstmals bestätigt, dass der Sportartikelhersteller eine Aktienbeteiligung am börsennotierten Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund erwägt.

Puma-Chef Gulden hat trotz der Probleme des Sportartikelherstellers große Pläne Quelle: dpa

Dabei rechnet der Puma-Chef damit, dass der BVB durch seine Expansion des Marketings ins Ausland künftig auch mehr Trikots außerhalb Deutschlands verkaufen wird. „Natürlich drängen auch Bayern München und unser BVB hinaus in die Welt und eröffnen Büros, so wie Borussia Dortmund es in Singapur plant. Das zahlt sich aus: Die Nachfrage nach BVB-Trikots im Ausland steigt“, so Gulden.

Die wertvollsten Fußballspieler
Platz 10: Hulk (Brasilien)Der brasilianische Stürmer, der für Zenit Sankt Petersburg spielt, erreicht laut Transfermarkt.de einen Marktwert von 48 Millionen Euro. Damit ist er wertvoller als die gesamte Mannschaft des Bundesliga-Vereins FC Augsburg. Quelle: REUTERS
Platz 8: Cesc Fabregas (Spanien)Wer den spanischen Mittelfeldspieler des FC Barcelona kaufen will, sollte 50 Millionen Euro auf dem Konto haben. Fabregas ist aber bei weitem nicht der teuerste Barca-Spieler... Quelle: REUTERS
Platz 8: Mesut Özil (Deutschland)Özil oder Fabregas? Beim Marktwert liegen die Mittelfeldspieler gleichauf. Auch der deutsche Nationalspieler, hier im Trikot seines Vereins Arsenal London, kommt auf 50 Millionen Euro Marktwert. Quelle: dpa
Platz 7: Luis Suarez (Uruguay)Der Stürmer ist für gewalttätige Ausraster und rote Karten bekannt. Weil er aber auch sehr gut Fußball spielen kann, dürfte sein Verein Liverpool rund 52 Millionen Euro für Suarez verlangen. Quelle: REUTERS
Platz 5: Andrés Iniesta (Spanien)Spanische Mittelfeldspieler sind die teuersten: Wer Iniesta, inzwischen bereits 30 Jahre alt, verpflichten will, muss 55 Millionen Euro hinlegen. Dafür macht der Spanier auch wichtige Tore, wie den Siegtreffer im vergangenen WM-Finale. Platz fünf teilt sich Iniesta mit einem Deutschen. Quelle: AP
Platz 5: Mario Götze (Deutschland)Für ebenfalls rund 55 Millionen Euro bekommt man den Bayern-Spieler Götze, der auch im Mittelfeld spielt – mit 22 Jahren seine besten Zeiten aber noch vor sich hat. Sein erstes WM-Spiel allerdings auch noch. Quelle: AP
Platz 3: Edinson Cavani (Uruguay)Neben Suarez (52 Millionen) der zweite Millionen-Stürmer aus Uruguay. Der Marktwert Cavanis, der bei Paris Saint German spielt, liegt bei 60 Millionen Euro. Dass reicht für die Top 3 der teuersten WM-Spieler. Quelle: AP

Puma will Schuhproduktion wieder nach Europa holen

Puma-Sportschuhe könnten schon bald wieder in Europa gefertigt werden. Puma-Chef Bjørn Gulden hat in einem Interview mit der WirtschaftsWoche angedeutet, dass der Preisvorteil der Schuhproduktion in China verloren geht. „Da die Technik immer wichtiger wird, schwindet der Anteil der Lohnkosten. Daher kann es gut sein, dass ein Teil der Schuhproduktion in der näheren Zukunft nach Europa zurückkehrt.“

In Frage kämen dafür etwa gestrickte Fußballschuhe, wie Nike auf den Markt gebracht hat. „Wir arbeiten an ähnlichen Konzepten, weil das viele Vorteile bringt. Beispielsweise wird viel Abfall vermieden, was Kosten spart. Wo die Strickmaschine steht, ist fast schon egal.“

Größte Sportartikelhersteller der Welt

Puma-Chef: Wir haben Probleme

Puma-Chef Bjørn Gulden hat eingeräumt, dass die Sportmarke Puma massive Probleme hat und durch Konzentration auf den Markenkern Sport wieder in die Erfolgsspur zurückkehren will. Die Marke Puma habe „deutlich an Begehrlichkeit eingebüßt“, so Gulden im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. Der Fehler sei gewesen, dass Puma auf zwei Säulen gestanden habe, Lifestyle und Sport. Gulden: „Beide Säulen wackelten. Die Marke war insgesamt zu diffus. Darunter litten auch die Produkte – und der Handel, der nicht genug Geld mit uns verdiente.“

Die Konzentration auf den Markenkern Sport werde Puma wieder in die Erfolgsspur führen. Es sei ein Fehler gewesen, Puma zu sehr auf Lifestyle auszurichten. „Wäre Puma beim Sport geblieben und hätte dort einen guten Job gemacht, dann hätte man immer eine Basissteigerung beim Umsatz erzielt.“

Puma habe in den vergangenen zwölf Monaten alle Markenhandbücher und Designvorgaben neu geschrieben und vereinheitlicht, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. „Jedes Produkt muss aus dem Sport kommen, unsere Schuhe müssen zuallererst auf dem Rasen oder der Laufbahn funktionieren.“ Dabei habe Puma vom Großaktionär Kering genügend Zeit bekommen, um wieder erfolgreich zu werden. Gulden: „Es gibt keinen Druck von Kering, in einer bestimmten Zeit die Wende zu schaffen. Diesen Druck machen wir uns schon selbst. Denn für mich ist die Aufgabe, Puma wieder zu einer coolen Marke zu machen, die schönste, die man haben kann.“

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