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Staatskonzern Deutsche Bahn droht Lizenz in Nordengland zu verlieren

Der von der Bahn-Tochter Arriva betriebenen Northern Rail droht ein Lizenzentzug. Schuld daran sind vor allem viele Verspätungen und Zugausfälle.

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Die Bahn-Tochter Arriva hatte 2015 die Ausschreibung zum Betrieb von Northern Rail bis zum Jahr 2025 gewonnen. Quelle: Imago

Die Deutsche Bahn droht einen wichtigen Auftrag in Nordengland zu verlieren. Der Service der von der Bahn-Tochter Arriva betriebenen Zuggesellschaft Northern Rail sei „komplett inakzeptabel“, sagte der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstag der BBC.

Man sei nicht länger bereit, die zahlreichen Verspätungen und Zugausfälle zu tolerieren. So könne es nicht weitergehen. „Ich werde handeln.“ Auf die Frage, ob er Northern das Geschäft entziehen wolle, sagte er: „Auf jeden Fall. Ich glaube nicht, dass der Service von Northern auch nur annähernd akzeptabel ist.“

Die Bahn-Tochter Arriva hatte 2015 die Ausschreibung zum Betrieb von Northern Rail bis zum Jahr 2025 gewonnen. Das Unternehmen versprach damals unter anderem neue und modernisierte Züge sowie einen verbesserten Service. Von dem Unternehmen war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der drohende Lizenzentzug in Nordengland wirft einen Schatten auf den für dieses Jahr geplanten Börsengang von Arriva. Früheren Angaben zufolge soll die internationale Nahverkehrstochter der Bahn im zweiten Quartal an der Börse in Amsterdam mit einem Minderheitsanteil von etwa 25 Prozent gelistet werden.

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