Standorte in Gera und Frankfurt Galeria Kaufhof schließt zwei weitere Filialen

Durchschlagende Erfolge lassen bei Galeria Kaufhof weiter auf sich warten. Die Warenhauskette muss an zwei Standorten weitere Filialen schließen. Der Grund: fehlende wirtschaftliche Perspektive.

Das Logo von Galeria Kaufhof Quelle: dpa

Die Warenhauskette Galeria Kaufhof schließt zwei weitere ihrer derzeit noch 99 Filialen. Betroffen seien die Geschäfte in Gera und im Frankfurter Nordwest-Zentrum, teile das Unternehmen am Freitag mit.

Der Aufsichtsrat habe aufgrund der fehlenden wirtschaftlichen Perspektive an den beiden Standorten beschlossen, die Mietverträge nicht mehr zu verlängern, sagte der Verkaufschef von Galeria Kaufhof Armin Devender am Freitag. Zuvor hatte das Branchenblatt „Textilwirtschaft“ über den Schritt berichtet.

„Als erfolgreiches Warenhausunternehmen ist es unsere Verantwortung allen Mitarbeitern gegenüber, uns von nicht rentablen Häusern zu trennen“, betonte der Manager. In Gera endet das Mietverhältnis am 17. September 2018, im Nordwest-Zentrum am 27. September 2019. Für die insgesamt 122 betroffenen Mitarbeiter sollen nach Unternehmensangaben „individuelle und sozialverträgliche Lösungen„ gefunden werden. Bereits in diesen Tagen wird außerdem die Kaufhof-Filiale am Berliner Ostbahnhof geschlossen.

Kaufhof war erst vor gut eineinhalb Jahren vom Kanadischen Handelskonzern Hudson's Bay Company (HBC) übernommen worden. Die neuen Eigentümer wollten auf dem deutschen Markt mit mehr Service und besserer Einkaufsatmosphäre punkten. Doch durchschlagende Erfolge ließen zunächst auf sich warten.

Zuletzt kämpfte der Kaufhof mit Umsatzrückgängen. Vor zweieinhalb Monaten verließ Firmenchef Olivier Van den Bossche überraschend das Unternehmen. Große Hoffnungen setzt HBC zurzeit in den Aufbau der Premium-Outlet-Kette Saks Off 5th, die in den nächsten Jahren insgesamt 40 Filialen in Deutschland eröffnen soll.

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