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Statistisches Bundesamt Einzelhandel steigert Umsatz im Juni unerwartet kräftig

Die Einnahmen der Händler legten im Juni um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Noch immer befinden sich viele Unternehmen aber in Existenznot.

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Ohne weitere Lockdowns und bei niedrigen Infektionszahlen erwartet der Handelsverband HDE im Gesamtjahr 2021 ein Wachstum von 1,5 Prozent. Quelle: dpa

Die deutschen Einzelhändler haben das erste Halbjahr wegen gelockerter Corona-Schutzauflagen mit einem unerwartet großen Umsatzplus beendet. Im Juni stiegen ihre Einnahmen um 4,6 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Preisbereinigt (real) gab es ein Plus von 4,2 Prozent. Ökonomen hatten hier nur mit einem Anstieg um 2,0 Prozent gerechnet.

„Diese Entwicklung dürfte mit der bundesweit weiter sinkenden Corona-Inzidenz und den damit verbundenen Lockerungen der Bundes-Notbremse zusammenhängen“, erklärten die Statistiker den Aufwärtstrend. Im April hatte die Bundesnotbremse noch für kräftige reale Einbußen von 6,8 Prozent gesorgt, ehe sich erste Öffnungen im Mai mit einem Plus von 4,6 Prozent positiv auf die Geschäfte auswirkten.

Im gesamten ersten Halbjahr wuchs der Umsatz um 3,2 Prozent. Ohne weitere Lockdowns und bei niedrigen Infektionszahlen erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) im Gesamtjahr 2021 ein Wachstum von 1,5 Prozent auf dann 586 Milliarden Euro. Allerdings bietet der Einzelhandel mit seinen rund drei Millionen Beschäftigten ein gemischtes Bild – denn rasant wächst nur der Online-Handel von Amazon bis Zalando. Dieser legte von Januar bis Juni um 26,6 Prozent zu.

Angesichts der vielen Lockdown-Monate befinden sich dem HDE zufolge immer noch viele Handelsunternehmen in akuter Existenznot. So brach der Umsatz des in der Krise stark gebeutelten Handels mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren im ersten Halbjahr um mehr als ein Viertel ein. Staatliche Hilfen würden zwar Kosten wie Mieten oder Löhne und Gehälter abfedern, doch seien die Umsätze aus den vergangenen Monaten verloren.

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