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Supermarktkette Rewe will in der Coronakrise Chancen für Zukäufe prüfen

Der Handelsriese prüft auch in der Krise mögliche Übernahmen in der Lebensmittel- und Tourismussparte. CEO Souque will keinen staatlichen Kredit.

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Im Lebensmittelgeschäft hat sich der durch Hamsterkäufe in die Höhe geschnellte Umsatz wieder normalisiert. Quelle: Imago

Der Einzelhandels- und Touristikriese Rewe will sich in der Coronakrise nach Möglichkeiten für Übernahmen umschauen. „Wir werden alle Chancen prüfen, die sich jetzt für neue Partnerschaften und Zukäufe ergeben“, sagte Rewe-Chef Lionel Souque dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ laut einer am Freitag verbreiteten Vorabmeldung.

Dies gelte für den Lebensmittelhandel und die Reisesparte DER Touristik. Das Unternehmen dürfe „jetzt nicht panisch alle Investitionen stoppen“. Erst im vergangenen Jahr hatte Rewe den Fachgroßhändler Lekkerland übernommen.

Im Lebensmittelgeschäft hat sich Souque zufolge der zu Beginn der Coronakrise durch Hamsterkäufe in die Höhe geschnellte Umsatz wieder normalisiert. Mittlerweile schlage das Pendel sogar zurück: „Es gibt Länder in Europa, da haben wir seit zwei Wochen eine negative Umsatzentwicklung.“ In Deutschland erwartet Rewe insgesamt ein Umsatzplus in diesem Jahr.

Gleichzeitig stiegen aber die Kosten für Sicherheit, zusätzliches Personal und Logistik: „Das wird uns sicher einen dreistelligen Millionenbetrag kosten.“ Für die kriselnde Reisesparte DER Touristik benötige Rewe Souque zufolge keine staatlichen Kredite der Förderbank KfW. Die Lage in der Touristik sei zwar dramatisch, Rewe verliere dort Hunderte von Millionen Euro. Doch selbst wenn alle Buchungen bis zum Jahresende storniert würden, bräuchte Rewe dort keine Hilfe.

Rewe verfüge über ausreichend Liquidität, hatten die Kölner erst Anfang April erklärt. Zum weit verzweigten Rewe-Reich gehören unter anderem auch der Discounter Penny, die Toom-Baumärkte und in der Touristik neben DER auch Jahn Reisen und ITS.

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