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Tarif-Konflikt Streik bei der Bahn rückt näher

Zugausfälle und Verspätungen drohen: Die Lok-Führergewerkschaft GDL und die Deutsche Bahn sind von einer Einigung weit entfernt. Die Bahn bezeichnet die Gewerkschafts-Forderungen als „dreist und unverschämt“.

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Bahnverkehr ist hoch vernetzt: Selbst mit punktuellen Streiks kann die GDL erhebliche Störungen bundesweit bewirken. Quelle: dapd

Berlin Bahnreisenden drohen noch diesen Monat Zugausfälle und Verspätungen wegen Streiks. Der Konflikt zwischen Lok-Führergewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn verschärfte sich am Donnerstag: Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber kritisierte die GDL-Führung als „dreist und unverschämt".

Zuvor hatte die Gewerkschaft die rund zweijährigen Verhandlungen für einen sogenannten Zukunfts-Tarifvertrag überraschend für gescheitert erklärt und ultimativ eine lebenslange Absicherung für berufsunfähige Lokführer verlangt. Dazu setzte die GDL der Bahn eine Frist für ein Angebot bis zum 15. Januar.

Am Freitag wollen sich die Parteien noch einmal treffen. Weber machte jedoch deutlich, dann werde es bestimmt kein Angebot der Bahn geben. Man sehe dies als Informationsgespräch an, um das Verhalten der GDL zu verstehen. Erst danach werde über das weitere Vorgehen entschieden. Die Gewerkschaft war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Weber äußerte sich vor allem verwundert, dass die GDL offenbar kein Interesse an einer Beschäftigungsgarantie für die Lokführer mehr habe. Der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen stand im Mittelpunkt der Gespräche mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), mit der ein Demografie-Vertrag bereits abgeschlossen und ein solcher Schutz vereinbart wurde. Gehaltsfragen spielen in diesen Verhandlungen keine Rolle.

Die GDL vertritt rund 20.000 Lokführer. Selbst mit punktuellen Streiks können sie wegen der Vernetzung des Bahn-Verkehrs erhebliche Störungen bundesweit bewirken.

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