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Tarifkonflikt mit Amazon Verdi ruft erneut zu Streiks auf

Die Gewerkschaft Verdi will vor dem Brückentag in Deutschland den Druck auf den Onlinehändler Amazon weiter erhöhen und ruft Beschäftigte erneut zu Streiks auf.

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Verdi ruft Amazon-Beschäftigte zu Streiks auf Quelle: dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat mit Streiks an mehreren deutschen Standorten auf den Tarifkonflikt beim Online-Versandhändler Amazon aufmerksam gemacht. Verdi rief am Montag Beschäftigte in Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen) und Koblenz (Rheinland-Pfalz) dazu auf, die Arbeit nieder zu legen. „Am Brückentag vor dem Reformationstag ist mit einem erhöhten Arbeitsvolumen zu rechnen“, teilte die Gewerkschaft mit. Sie gehe davon aus, dass der Streik zu entsprechenden Verzögerungen der Betriebsabläufe führe.

Ein Amazon-Sprecher sagte aber in München: „Der Streik hat keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Kundenversprechens, denn die überwältigende Mehrheit unserer Mitarbeiter arbeitet normal.“

Verdi fordert die Anerkennung des Branchentarifvertrags für den Einzel- und Versandhandel. Deshalb gibt es seit Mai 2013 immer wieder Streiks. Der Branchenprimus aus den USA entgegnete darauf: Amazon beweise, dass man auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein könne. „Wir bezahlen in unseren Logistikzentren am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist, an allen Standorten in Deutschland mindestens 10,52 Euro brutto pro Stunde“, sagte der Sprecher.

Die umsatzstärksten Onlinehändler

Amazon verfügt über 31 Versandzentren in sieben Ländern, allein in Deutschland sind es neun Logistikzentren. Der größte Standort hierzulande liegt im osthessischen Bad Hersfeld mit zwei Warenlagern. Amazon beschäftigt nach eigenen Angaben in Deutschland rund 14 500 festangestellte Mitarbeiter.

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