Tarifstreit Verdi weitet Streiks bei Amazon aus

Noch ist kein Ende in Sicht: Anstelle einer Einigung weitete Verdi die Streiks bei Amazon weiter aus - und setzt den Onlinehändler dadurch weiter unter Druck.

Der Streik bei Amazon geht in die nächste Runde Quelle: dpa

Verdi erhöht im Tarifkonflikt mit Amazon den Druck auf den Online-Versandhändler. Wie die Gewerkschaft mitteilte, wollten sich mit Beginn der Frühschicht am Mittwochmorgen (06.30 Uhr) auch die Beschäftigten des Standortes im nordrhein-westfälischen Werne an den Streiks beteiligen. Mitarbeiter der Versandzentren in Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern) und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) haben seit Montagmorgen die Arbeit niedergelegt. Verdi hatte am Dienstag eine Verlängerung der Arbeitskampfmaßnahmen bis zum Mittwochabend angekündigt.

Die Gewerkschaft versucht seit mehr als einem Jahr, den weltgrößten Online-Versandhändler mit Streiks an verschiedenen Standorten zu Tarifverhandlungen zu den Bedingungen des Einzelhandels zu bewegen. Amazon lehnt das jedoch ab und sieht sich selbst als Logistiker. Das Unternehmen beschäftigt an bundesweit neun Standorten mehr als 9000 Mitarbeiter.

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