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Technologiekonzern Apple punktet bei den Chinesen

Die kalifornische Kultmarke ist auch bei jungen Chinesen beliebt, muss aber sensibler auftreten, um sich künftig gegen die Konkurrenz im Land zu behaupten.

So nutzen Sie das iPad effektiver
Wieder auf AnfangWenn Sie auf einer Internetseite schon weit nach unten gescrollt haben, können Sie mit einem Tippen auf die Statusleiste wieder ganz nach oben gelangen. Die Statusleiste ist die schwarze Linie am oberen Bildschirmrand. Dort wird auch die Uhrzeit und ihr Netzbetreiber angezeigt. Dieser Trick funktioniert auch bei anderen Programmen mit tabellarischen Ansichten, zum Beispiel E-Mails, Fotos und Notizen. Quelle: Screenshot
Ende des DrehwurmsDamit sich der Bildschirm nicht dreht, wenn Sie das iPad drehen, können Sie zweimal kurz hintereinander auf die Home-Taste drücken. Es öffnet sich die Multitasking-Leiste, in der zunächst alle geöffneten App angezeigt werden. Streichen sie nach rechts und Sie kommen in den Bereich, in dem auch die Musik gesteuert wird. Direkt daneben finden Sie einen Kreis-Pfeil. Durch Tippen können Sie die Ausrichtungssperre aktivieren und deaktivieren. Rechts neben dem Sperrsymbol können Sie auch die Helligkeit des Displays regeln. Quelle: Screenshot
IN VERSALIENDie Shifttaste (Großschreibtaste) der iPad-Tastatur funktioniert wie am Computer. Halten Sie diese gedrückt, schreiben Sie auch Großbuchstaben, während Sie mit dem anderen Finger die Wörter tippen. Wenn Sie die Shifttaste zweimal kurz antippen, bleibt sie blau und Sie können große Buchstaben schreiben. Ein weiterer Klick auf die Shifttaste und Sie schreiben wieder klein. Quelle: Screenshot
Zwei auf einen StreichWenn Sie schmale Finger haben, können Sie sogar zwei Zeichen mit einem Tipp auf die Tastatur auslösen. Tippen Sie dagegen mit zwei Fingern auf einen Buchstaben, schreiben Sie diesen doppelt: Praktisch für Wörter wie essen, fallen oder rennen. Mit zwei Fingern auf die Leertaste drücken, oder diese zweimal kurz hintereinander antippen: Sie schreiben einen Punkt und ein Leerzeichen. Quelle: Screenshot
Schütteln und wegWenn Sie einen Text wieder löschen wollen, können Sie einfach ihr iPad schütteln. Dann poppt ein Fenster auf. Tippen Sie dann auf “Eingeben widerrufen” und Ihr gesamter Text wird gelöscht. Quelle: Screenshot
Geteilte TastaturDie iPad-Tastatur lässt sich außerdem auch teilen. Dafür tippen Sie mit zwei Fingern gleichzeitig auf die Tastatur und ziehen die Finger auseinander. Jetzt docken die zwei Hälften der Tastatur jeweils am linken und rechten Rand an. Die ursprüngliche Form erhalten Sie wieder, indem Sie entweder beide Teile wieder zusammenschieben, oder auf das Zeichen zum Ausblenden der Tastatur halten. Anschließend klicken Sie auf “Tastatur ins Dock”. Quelle: Screenshot
Apps zwangsbeendenWenn eine App abstürzt, muss es nicht immer der iPad-Reboot sein. Drücken Sie zunächst die Einschalt-/Ausschalttaste am Gerät und halten Sie diese, bis der Schieberegler erscheint, mit dem Sie das iPad ausschalten können. Anschließend halten Sie für etwa sechs Sekunden die Hometaste gedrückt. Jetzt wird dem iPad signalisiert, dass es die aktuelle App zwangsweise beenden soll. Danach erscheint der Homebildschirm wieder. Quelle: Screenshot

Schlangen von mehreren Hundert Meter Länge, Rempeleien und Schlägereien: Immer wenn Apple neue iPhones oder iPads auf den Markt brachte, kam es den vergangenen Jahren regelmäßig zu tumultartigen Szenen. Immer wieder schleusten gar Spekulanten Helfer unter die Schar der Apple-Jünger, die die ersten Geräte aufkauften und zu Mondpreisen übers Internet feilboten. Um diese Auswüchse zu beenden, bot Apple bei der Markteinführung der iPhone-Modelle 5s und 5c in China vergangenen September interessierten Käufer die Möglichkeit, über ihr Apple-Konto ein Gerät reservieren zu lassen und es später im Geschäft abzuholen.

Während Apple in Nordamerika und Westeuropa unter Druck kommt, Wachstumssprünge allenfalls über Preissenkungen möglich sind, boomt das Geschäft dort, wo Apples Produkte gefertigt werden: „China wird in naher Zukunft unser größter und wichtigster Markt“, sagt Konzernchef Tim Cook. Im Geschäftsjahr 2012 generierte das China-Geschäft inklusive Hongkong und Taiwan bereits 15 Prozent des weltweiten Umsatzes. „Wie sich Apples Börsenwert weiter entwickelt, hängt vor allem davon ab wie sie das Geschäft in China meistern“, sagt Finanzexperte JP Scandalios von der Fondsgesellschaft Franklin Templeton.

Kein einfaches Unterfangen angesichts starker Konkurrenten wie Lenovo und Huawei aus China oder Samsung aus Korea, die mit Kampfpreisen, innovativen Funktionen und guter Bedienerführung auftrumpfen. Die Jahre des ungebremsten Wachstums für Apple in China sind zwar vorbei, die Marktanteile sinken unter dem Druck der Konkurrenz sogar. Doch das Potenzial der Marke ist noch immer groß: Obwohl iPhone, iPad und Mac-Computer teurer sind als Produkte der Konkurrenz, gilt Apple hier als erschwingliche Luxusmarke, die auch für die aufstrebende Mittelschicht bezahlbar ist. Im Gegensatz zu einem Neuwagen können sich sogar Berufsanfänger den Luxus von Apple-Produkten leisten. Chinesen, die ihren wirtschaftlichen Erfolg, ihren Geschmack und ihr High-Tech-Verständnis demonstrieren wollen, tun dies mit ihren iPhones und iPads. Auch weil sie immer öfter Wert darauf legen, ein Originalprodukt zu besitzen.

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Öffentlicher Kotau

Wie schmal der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg in China sein und ein Markenimage angekratzt werden kann, zeigte neben der Selbstmordserie unter Mitarbeitern bei Apples größtem Fertiger Foxconn der „Welttag der Konsumentenrechte“ Mitte März 2013: Damals wurde Apple im Staatsfernsehen CCTV vorgeworfen, Chinesen als „Konsumenten zweiter Klasse“ zu behandeln: Die Garantielaufzeiten seien dort geringer als in anderen Ländern, beim Austausch beschädigter Geräte müssten die Kunden anders als in anderen Ländern zuzahlen. Kurz darauf beschuldigte auch die „Volkszeitung“ den Konzern, sich „unvergleichlich arrogant“ zu verhalten. Die Vorwürfe auszusitzen – wie Apple es so oft in der Vergangenheit tat – fruchtete nichts. Am Ende tat Cook, was in China in solchen Fällen unvermeidbar ist: Er bat öffentlich um Entschuldigung.

Gut möglich, dass der Kotau des Chefs Apple die Tür geöffnet hat für den gerade ­geschlossenen Vertrag mit China Mobile. Regelmäßig war Cook zuletzt nach China gereist, um den Deal mit der größten Mobiltelefongesellschaft der Welt voranzutreiben. Auch sonst zeigt der Nachfolger von Steve Jobs im Reich der Mitte mehr Präsenz. Seit Oktober sitzt der Apple-Konzernchef im Beirat der renommierten Tsinghua-Universität in Peking. Das dürfte ihm noch mehr Einblicke in die Welt der aufstrebenden chinesischen Elite geben.

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