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Textilbranche Hemdenhersteller Eterna in Not – Schuldenschnitt geplant

Eterna hat ein Sanierungsverfahren unter gerichtlicher Aufsicht angekündigt. Käufer einer Unternehmensanleihe sollen auf 90 Prozent ihres Geldes verzichten.

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2020 war der Umsatz von Eterna um ein Viertel auf 78,7 Millionen Euro geschrumpft. Quelle: dpa

Der Hemden- und Blusenhersteller Eterna ist in Not. Das in Passau ansässige Unternehmen kündigte am Dienstag ein Sanierungsverfahren unter gerichtlicher Aufsicht an. Das bedeutet unter anderem, dass die Käufer einer 25 Millionen schweren Unternehmensanleihe auf 90 Prozent ihres Geldes verzichten sollen. Außerdem will der Gesellschafter auf die Rückzahlung von 32 Millionen Euro aus Darlehen verzichten.

Rechtsgrundlage ist das seit Anfang des Jahres geltende Unternehmensstabilisierungsgesetz, das die Sanierung von Krisenunternehmen ohne Insolvenzverfahren erleichtern soll. Die Hemden und Blusen des im Jahr 1863 gegründeten Traditionsunternehmens mit seinen knapp 1000 Beschäftigten sind in vielen Kaufhäusern und Textilgeschäften zu finden.

Unmittelbarer Auslöser der Krise ist die Corona-Pandemie, die die gesamte Textilbranche im vergangenen Jahr hart getroffen hat. 2020 war der Umsatz von Eterna um ein Viertel auf 78,7 Millionen Euro geschrumpft, der Verlust summierte sich auf über 9 Millionen Euro. Allerdings war Eterna auch 2019 und 2018 schon in den roten Zahlen.

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