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Tiefkühlkost Frosta wächst mit Fisch

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Reinheitsgebot

Einige Produkte von Ihnen werben mit dem Bioland-Siegel, das Gros wird nicht als Bio-Ware ausgewiesen. Müssten Sie das nicht verstärken?
Eigentlich verfolgen wir das schon sehr lange und bauen auch selber Dinge wie Kräuter oder Spinat an. Der Bedarf ist nicht so extrem, wie sich das immer darstellt. Es ist eine Nische. Nichtsdestotrotz lägen wir falsch, diese Nische nicht mit zu bedienen.

Ihr Reinheitsgebot verspricht die Abwesenheit von Zusatzstoffen. Sie beziehen Zutaten wie Eier, Käse oder Hühnchen von Lieferanten. Müssen die den gleichen Anforderungen genügen?
Das ist außerordentlich wichtig. Wir spielen mit unserem guten Ruf, wenn wir nicht die Lieferkette genau im Auge haben. Das beginnt bei der Auswahl der Lieferanten und endet bei unserer Kontrolle.

Wer Frostas Webseite über die Herkunft von Produkten – zutatentracker.de – aufruft, sieht, dass sie nahezu aus jedem Land der Erde etwas beziehen. Können Sie das überhaupt kontrollieren?
Unsere strategischen Einkäufer sind tatsächlich permanent dabei, die Spezifikationen festzulegen und auch zu überprüfen. Das geht hin bis zu Kamerainstallationen.

Unter Ernährungswissenschaftlern gilt als einer der Grundpfeiler einer gesunden Ernährung, auf verarbeitete Lebensmittel, oder Processed Food, zu verzichten. Fühlen Sie sich da trotz Reinheitsgebots angesprochen?
Wenn sie einen Koch fragen, was das Geheimnis eines guten Essens ist, dann ist es neben der Kreativität die Qualität der Zutaten. Wir haben da nichts zu verbergen und waren deswegen auch bereit im Gegensatz zu vielen anderen, den Fernsehkoch Tim Mälzer einzuladen. Selbstverständlich essen auch wir begeistert ein traditionell zubereitetes Essen. Wir wissen aber auch, dass der Verbraucher, der gerne selber kochen möchte, zwar oft nicht die Zeit hat zu kochen aber die gleiche Qualität sucht. Das bedienen wir.

Das erfolgreichste Tiefkühlgericht in Deutschland ist Pizza. Warum bieten sie keine an?
In dem Marksegment, in dem wir uns mit Frosta bewegen, passiert schon viel. Wenn wir dort wachsen können, wo wir unsere Expertise haben, dann ist das gut. Die Pizzenhersteller wie Dr. Oetker und Wagner haben dort ihre Expertise. Warum sollten wir nicht mit dem, was wir können und womit wir gut sind, das Feld bestellen und uns nicht verzetteln?

Weil ihre zufriedene Kundschaft froh wäre, wenn sie nicht nur Nudeln, sondern auch mal Pizza essen kann?
Das ist ein gutes Argument. Wir glauben aber, dass wir da wo wir sind, gut aufgestellt sind. Aber man soll niemals nie sagen.

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