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Toblerone hat weniger Zacken Wie eine Schweizer Schokolade zum Brexit-Opfer wird

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Wer sonst noch die Preise anzieht


Mondelez versucht britischen Medien den Zusammenhang mit dem Austrittsvotum auszureden. Die Veränderungen der Toblerone seien nicht eine Folge des Brexit, sagte eine Sprecherin der BBC. Sie räumte aber ein: Das schwache Pfund sei nicht gerade von Vorteil, wenn es um die Einkaufspreise der Zutaten gehe.

Die britische Währung hat seit dem Referendum Ende Juni mehr als 15 Prozent gegenüber dem Dollar eingebüßt. Hersteller von Elektrogeräten wie HTC und Dell, die Komponenten in japanischer oder US-Währung bezahlen, verdienen seither weniger auf der Insel und gehörten zu den ersten, die ihre Preise in Großbritannien erhöht haben. Einige Lebensmittelriesen haben sich bereits angeschlossen.

So hat Unilever im Oktober den urbritischen Brotaufstrich Marmite verteuert und sich einen heftigen Streit mit der Supermarktkette Tesco eingebrockt. Der Chipshersteller Walkers hat jüngst angekündigt, die Preise um etwa zehn Prozent zu erhöhen und Birds-Eye-Fischstäbchen könnten um bis zu zwölf Prozent teurer werden.

Experten zufolge ist das erst der Anfang. Die britische Währung könnte in den nächsten Monaten, sobald die offiziellen Austrittsverhandlungen zwischen Brüssel und London beginnen, noch stärker fallen und zu weiteren Preiserhöhungen in britischen Supermärkten führen.

Toblerone-Fans könnten damit aber offenbar besser leben als mit dem Gipfel-Klau: „Ich werde Toblerone boykottieren, bis die Änderungen rückgängig gemacht werden“, kündigt Darren Bottrill über Facebook an und fordert Mondelez auf: „Ändert den Preis, aber ändert nicht das Produkt.“ Andere Facebook-Nutzer schließen sich an: „Die charakteristische Form ist wichtiger als der Preis“, schreibt Aleksandra, „Ihr solltet den Preis erhöhen, statt die Form zu ändern.“ Eigentlich sollte man sich als Hersteller so etwas nicht zweimal sagen lassen.

Wo die großen Brexit-Baustellen sind

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