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Tönnies Die Schlacht beim Metzger

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Doppeltes Stimmrecht

Clemens Tönnies (links) ist Chefkontrolleur von Schalke 04. Quelle: AP

Doch dann gewann Anwalt Binz Robert Tönnies als Mandanten – und der Streit zwischen dem Onkel und dem Neffen begann. Zum Zankapfel wurde plötzlich das Doppelstimmrecht, das Clemens Tönnies angeblich für sich in Anspruch nimmt. Binz behauptet für Robert Tönnies, dieses Doppelstimmrecht habe nur in einer unbedeutenden Tochtergesellschaft bestanden, die mittlerweile nicht mehr existiere.

Dies wiederum bestreitet Clemens Tönnies und lässt erklären, er besitze in der Spitze der Unternehmensgruppe sehr wohl ein doppeltes Stimmrecht und könne sich daher innerhalb des Gesellschafterkreises durchsetzen. Das hätten die Gesellschafter am 24. Dezember 2002 festgelegt und daran in der Folgezeit nichts geändert. Im Februar 2003 sei ausschließlich aus bilanztechnischen Gründen eine Änderung im Beteiligungsaufbau der Gruppe erfolgt.

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„Dabei wurde das Doppelstimmrecht im Gesellschaftsvertrag der neuen Holding zwar nicht mehr ausdrücklich erwähnt“, sagt Hoffmann-Becking, „aber es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Gesellschafter nur sechs Wochen nach ihrer materiellen Entscheidung zur Schaffung des Doppelstimmrechts durch den konzerninternen Beteiligungstausch das doppelte Stimmrecht von Clemens Tönnies hätten rückgängig machen wollen.“

Damit spielt der Schalke-Boss den Ball zurück ins Feld seines Neffen.

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