Toys'R'Us-Insolvenz Gesamtbetriebsrat befürchtet Auswirkungen auf deutsches Geschäft

Exklusiv
Toys'R'Us Quelle: REUTERS

In den USA steht Toys'R'Us vor der Abwicklung, auch in Großbritannien sollen alle Filialen geschlossen werden. In Deutschland fürchten nun mehr als 1800 Mitarbeiter auch Folgen für die hiesigen Läden.

Das Scheitern der Sanierungsversuche des US-Spielwarenhändlers Toys'R'Us und die Schließung der britischen Filialen alarmiert die Beschäftigten der deutschen Tochtergesellschaft. "Die Nachrichten aus den USA verstärken unsere Sorge, dass die Krise der Muttergesellschaft auch Folgen für die deutschen Standorte hat", sagte Daniela Rogge, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von Toys'R'Us Deutschland, der WirtschaftsWoche. "Die Toys'R'Us-Mitarbeiter in Deutschland möchten jetzt vor allem wissen, wie es weitergeht. Doch bislang gibt es dazu keine konkreten Informationen", so Rogge.

Der US-Konzern hatte im September Gläubigerschutz beantragt und eine Insolvenzvariante gewählt, die auf Sanierung abzielt. Dadurch blieben die Auswirkungen auf das operative Geschäft in Europa bislang begrenzt. Das könnte sich nun ändern. Toys'R'Us teilte am Donnerstag mit, dass die Filialen in den USA aufgelöst werden, da es nicht gelungen sei, einen Käufer zu finden. Auch eine Einigung mit den Gläubigern zur Umschuldung sei gescheitert. In Großbritannien sollen ebenfalls alle Filialen geschlossen werden.

Die Handelskette betreibt nach eigenen Angaben derzeit 66 Läden in Deutschland und verkauft online Spielwaren. Laut dem zuletzt veröffentlichten Geschäftsbericht arbeiteten mehr als 1800 Mitarbeiter für die deutsche Tochtergesellschaft.

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