Übernahme Henkel stärkt sein Waschmittelgeschäft

Henkel setzt seine Einkaufstour fort. Der Konsumgüterhersteller schlägt nun in Frankreich zu und übernimmt die französischen Spotless Group - ein Hersteller für Waschtücher, Fleckenentferner und Textilfarben

Die peinlichsten Produktnamen
In Windeseile: Durch einen Namen wie "Vento" wird ein eigentlich ganz nüchterner Volkswagen in den frühen 90er Jahren in manchen Ländern zum "Furz" auf Rädern. Quelle: Presse
Audi A3 e-tron Quelle: AP/dpa
Mitsubishi Pajero Quelle: dpa/dpaweb
Wenig Gespür bewies Mazda mit dem "Laputa" zumindest für den iberischen Markt Quelle: Presse
Noch ein Beispiel aus Spanien: Lada (hier im Bild) und Chevrolet waren bei den Modellen Nova (No va = "Geht nicht") nicht gerade kreativ. Quelle: Presse
Der Mazda MR2 brachte Franzosen zum Lachen, denn "MRdeux" ausgesprochen erinnert das Modell doch stark an den Begriff "merde" = Scheiße. Quelle: Creative Commons
Und ob ein Auto wirklich Cedric heißen muss, ist auch fraglich. Nissan scheint jedenfalls überzeugt. Auf einen BMW Horst dürften die Kunden allerdings lange warten müssen. Quelle: Mi-ta'smetro Quelle: GNU

Der Konsumgüterkonzern Henkel stärkt mit der Übernahme der französischen Spotless Group sein Waschmittelgeschäft. Die Franzosen stellen vor allem Waschhilfsmittel wie Waschtücher, Fleckenentferner und Textilfarben her. Zudem bieten sie Insektenschutzmittel und Haushaltspflegeprodukte an. Der Kaufpreis betrage einschließlich Schulden rund 940 Millionen Euro und solle aus Bartmitteln finanziert werden, teilte Henkel am Donnerstag mit. Verkäufer ist der Finanzinvestor BC Partners. Im vergangenen Jahr habe das vor allem in Westeuropa aktive Unternehmen Spotless mit rund 470 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz von etwa 280 Millionen Euro erzielt. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion aber noch zustimmen. Eine Entscheidung werde spätestens im ersten Quartal 2015 erwartet.

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Henkel-Chef Kasper Rorsted hatte angesichts prall gefüllter Kassen Übernahmen angekündigt. Spotless ist mit seinen Marken vor allem in Frankreich, Italien, Spanien, den Benelux-Ländern und Großbritannien auf dem Markt. Der Zukauf muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Henkel rechnet mit einem Abschluss spätestens im ersten Quartal 2015. Erst zu Wochenbeginn hatte der Konzern für 270 Millionen Euro drei US-Hersteller für Profi-Haarpflegeprodukte gekauft. Henkel hatte zuletzt für alle seine Geschäftsfelder Zukäufe in Aussicht gestellt. Dafür stehen insgesamt 4,5 Milliarden Euro zur Verfügung.

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