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Unterhaltungselektronik Media Markt ist häufig teurer als die Konkurrenz

Blöd ist, wer beim Kauf von Elektrogeräten nur bei Media Markt sucht.

Wo Media Markt teurer ist
Digitalkamera Samsung PL210 Quelle: Presse
Festplattenrekorder Humax iCord Cable Media Markt: 379 Euro Günstiger Online-Anbieter: 322,66 Euro (Willisat) Preisunterschied in Prozent: 14,9 Quelle: Screenshot
Fernseher Toshiba 37SL833G Media Markt: 499 Euro Günstiger Online-Anbieter: 435 Euro (Völkner) Preisunterschied in Prozent: 12,8 Quelle: Pressebild
Smartphone LG P990 Optimus Speed Media Markt: 329 Euro Günstiger Online-Anbieter: 302 Euro (Notebooksbilliger.de) Preisunterschied in Prozent: 8,1 Quelle: Screenshot
Computer HP Pavilion p6-2037de Quelle: Screenshot
Samsung S22A300B Quelle: Presse
Waschmaschine Siemens WM 14 S 750 Quelle: Presse

Die Smartphone-Zusatzsoftware Barcoo ist eine Lieblings-App von Schnäppchenjägern. Wer den Barcode eines Produktes einscannt, erhält in Sekundenschnelle Angebote anderer Händler im Internet. Doch wer jüngst über Barcoo etwa nach dem bei Media Markt angebotenen Laptop von Sony mit der Typenkennzeichnung VPCEH2N1E-B-W fahndete, suchte vergeblich. Das Gerät hat einen minimal anderen Arbeitsprozessor als vergleichbare Produkte – und somit einen anderen Barcode. Media Markt entzieht sich so dem Preisvergleich von Konsumenten.

Oft teurer als die Konkurrenz

Mit gutem Grund: Ein Preis-Check des Westdeutsches Rundfunks (WDR) entlarvte kürzlich die Preisstrategie der Elektronikkette. Anders als die Werbung suggeriert, entpuppten sich sogar die in bundesweiten Flyern beworbenen Aktionsangebote, die es in allen Media-Markt-Filialen zu kaufen gab, oft als teurer als die Konkurrenz. Die WDR-Tester verglichen mehr als 120 Produkte wie Computer, Handys, Waschmaschinen und Spielekonsolen mit der Internet-Konkurrenz. Der Einkaufswert summierte sich auf rund 15 000 Euro. Fazit: Im Schnitt war Media Markt rund ein Prozent teurer.

Mediamarkt Quelle: dpa-tmn

stationärer Handel und Internet-Angebot

Zwar hinkt der Vergleich zwischen stationärem Handel und Internet-Angeboten etwas. Doch die „große Neueröffnung Online-Shop“, für die Media Markt derzeit die Werbetrommel rührt, kann mit der Web-Konkurrenz erst recht nicht mithalten. Keines der 40 vom WDR ausgewählten Angebote bei mediamarkt.de war das billigste, obwohl die Elektronikkette „mit den besten Media Markt Preisen aller Zeiten“ wirbt. So kostete das Handy Motorola Defy inklusive Versand 227 Euro, bei Cyberport gab es das Gerät fünf Prozent billiger. Einen Fernseher von LG Electronics für 534 Euro offerierte Amazon knapp sieben Prozent günstiger.

Amazon am günstigsten

Selbst bei 40 weiteren Top-Angeboten im Online-Shop, für die Media Markt zusätzlich in bundesweiten Flyern warb, waren nur zwei preiswerter als die Internet-Konkurrenz: eine Waschmaschine von AEG und eine Digitalkamera von Panasonic. Amazon war zwölf Mal am günstigsten.

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Erstaunlich dabei: Media Markt wirbt damit, dass es „alle Online-Angebote auch in Ihrem Markt“ gibt. Doch der WDR-Check förderte teilweise erhebliche Preisunterschiede zutage. So kostete ein Philips-Fernseher in einer Stuttgarter Filiale 50 Euro mehr als im Online-Shop – ein Aufschlag von 20 Prozent. Fazit: „Ein Preiswirrwarr.“

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