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Veranstaltungsausfälle Ticketvermarkter Eventim rutscht in die roten Zahlen

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, fallen Konzerte und Großveranstaltungen momentan aus. Das bekommt auch Eventim zu spüren.

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Der Ticketvermarkter macht Verlust und hofft nun auf eine Gutschein-Lösung. Quelle: dpa

Der Ticketvermarkter und Veranstalter CTS Eventim ist wegen der ersten Auswirkungen der Corona-Pandemie zum Jahresauftakt in die Verlustzone gerutscht. Pop-Konzerte und andere Großveranstaltungen sind seit März in Deutschland und vielen anderen Ländern verboten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Vor Steuern stand daher ein Minus von 1,6 Millionen Euro zu Buche, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte Eventim vor Steuern noch 41,6 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Der Umsatz brach von Januar bis März um 35 Prozent auf 184,6 Millionen Euro ein, das operative Ergebnis (normalisiertes Ebitda) sogar um 76 Prozent auf 13,5 Millionen.

CTS Eventim setzt nun auf eine – in Deutschland, Österreich und Italien bereits beschlossene – Lösung, wonach Veranstalter verkaufte Tickets nicht zurücknehmen müssen, sondern Gutscheine ausgeben können, wenn der Kunde auch einen Nachholtermin nicht wahrnehmen kann oder will.

Trotzdem dürften Umsatz und Ergebnis in diesem Jahr deutlich zurückgehen, wie Eventim bekräftigte. Mit der Gutscheinlösung würde aber weniger Liquidität abfließen. Allein im ersten Quartal schrumpften die liquiden Mittel von CTS Eventim um 106 Millionen auf 685 Millionen Euro zusammen, obwohl Januar und Februar noch weitgehend normal verliefen.

Die Pandemie habe die Veranstaltungsbranche hart getroffen, sagte Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg. „Wir haben uns jedoch aktiv auf die neue Situation eingestellt und sofort mit internen Kosten- und Effizienzmaßnahmen konsequent darauf reagiert.“ Im Quartalsbericht ist von Personal- und Sachkosten die Rede, die gesenkt worden seien.

Ende März beschäftigte CTS Eventim 3200 Mitarbeiter. Dank eines guten Liquiditätspolsters könne der Konzern „diese herausfordernde Situation auch über einen längeren Zeitraum bewältigen und danach sogar gestärkt aus dieser Phase hervorgehen“, sagte Schulenberg.

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