Verbraucherindex 2015 Die Deutschen wollen Geld ausgeben

Die Deutschen sind in Kauflaune. Vor allem die jungen – allerdings fehlt ihnen oft das Geld. Was ganz oben auf der Einkaufsliste der Deutschen steht.

Models sitzen auf der Möbelmesse IMM-Cologne. Quelle: dpa

Trotz Euro-Krise, drohendem Grexit und dem Konflikt im Nahen Osten – die Deutschen sind konsumfreudig. Sieben von zehn Bürgern hierzulande würden gerne Geld für Neuanschaffungen ausgeben. Das zeigt der aktuelle Verbraucherindex der CreditPlus Bank, für den 2000 Deutsche befragt wurden.

Ganz oben auf der Einkaufsliste: Möbel. Die Wohnung soll Wärme und Gemütlichkeit vermitteln – das findet jeder neunte Deutsche, wie eine Befragung von TNS-Infratest im Auftrag des Versandhändlers Otto ergab. Folgerichtig gaben vier von zehn Befragten an, in den nächsten drei Monaten ein neues Möbelstück kaufen zu wollen. Besonders gefragt sind Wohnzimmer- und Schlafzimmermöbel.

Welche Möbel die Deutschen wollen

Zwei Drittel wollen für die neuen Möbel allerdings maximal 1250 Euro ausgeben, jeder Fünfte will zwischen 1250 und 2500 Euro ausgeben. Damit ist das Ausgabenpotenzial für die Möbelhändler eher gering.

Bessere Aussichten haben Autohändler. 15 Prozent der Deutschen planen, sich in diesem Jahr einen Wagen zuzulegen – zwei Drittel von ihnen wollen einen Neuwagen. Zwar ist die Zahl im Vergleich zu denen, die Möbel kaufen wollen vergleichsweise gering - dafür ist die Ausgabenbereitschaft umso höher. Knapp 60 Prozent der Befragten wollen mehr als 12.500 Euro ausgeben; zehn Prozent sogar mehr 37.500 Euro.  

Auch Reisen sind im Trend. Jeder Dritte ist bereit, dafür mehr als 2500 Euro auszugeben – jeder Zweite will zwischen 1250 und 2500 Euro für den Urlaub investieren.

Ob sich die Deutschen alles leisten können, was sie zu kaufen planen, ist allerdings fraglich. Denn nicht jeder hat die Möglichkeit dazu: 55 Prozent der Befragten würden gerne mehr Geld ausgeben, haben aber nicht die Möglichkeiten dazu. Besonders bei den unter 35-Jährigen ist das der Fall.

Ein Kredit für das neue Auto

Nichtsdestotrotz sind gerade sie optimistisch, was die Zukunft betrifft. 85 Prozent der unter 35-Jährigen rechnen mit einem höheren Einkommen und einem höheren Lebensstandard in den nächsten Monaten.

Umso mehr sind sie bereit,  für ein neues Möbelstück oder ein neues Fahrzeug einen Kredit aufzunehmen. Während das in dieser Altersgruppe jeder Zweite angab, war es bei den Rentnern nur jeder Dritte.

Was den Deutschen beim Möbelkauf wichtig ist

Der Optimismus hat allerdings nicht alle Bürger erreicht. Jeder dritte Bundesbürger hält Käufe aktuell zurück, weil er mit einer Deflation rechnet.

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Ein besonderes Problem sind die Rentner. Viele von ihnen haben große finanzielle Spielräume, nutzen diese aber nicht. Jeder Vierte von ihnen hätte das notwendige Geld für größere Neuanschaffungen, spart sich diese aber – dagegen ist nur jeder zehnte Rentner, der das notwendige Geld hat, auch bereit dieses auszugeben.

Sie sparen das Geld lieber für unerwartete Ausgaben – damit gehören sie zu einer kleinen Gruppe. Ein Viertel der Deutschen hat weniger als 625 Euro für solche Ausgaben zurückgelegt hat, jeder Zehnte sogar nichts.

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