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Verdi "Amazon Go in Deutschland schwer vorstellbar"

Exklusiv

In immer mehr Geschäften können Kunden ihre Einkäufe selbst scannen und bezahlen. Die Gewerkschaft Verdi zweifelt dennoch daran, dass Amazons Go-Konzept der kassenlosen Läden hierzulande Erfolg hätte.

An immer mehr Kassen im deutschen Einzelhandel können Kunden ihre Einkäufe selbst scannen und ohne Kassiererin oder Kassierer bezahlen. Nach einer Erhebung des Kölner EHI Retail Institutes sind deutschlandweit bereits mehr als 3000 Selbstbedienungskassen in 488 Läden im Einsatz, darunter einzelne Rewe- und Kaufland-Märkte. "Nach unseren Prognosen wird sich die Zahl der Märkte mit Self-Checkout-Systemen bis Mitte 2020 mindestens verdoppeln", sagt EHI-Expertin Simone Sauerwein. "Die Zeit des Testens ist vorbei", so Sauerwein.

Anfang der Woche hatte der weltweit größte Onlinehändler Amazon in Seattle einen Supermarkt ohne Kassen und Kassierer eröffnet und mit dem Amazon Go getauften Konzept für Schlagzeilen gesorgt. Die Gewerkschaft Verdi zweifelt indes am Erfolg kassenloser Läden. "Die Kunden in Deutschland suchen den Kontakt zum Personal, so dass ein komplett personalfreies Geschäft wie bei Amazon Go in den USA hierzulande schwer vorstellbar ist", sagte Stefanie Nutzenberger, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand, der WirtschaftsWoche. Sie sieht ein "nicht unerhebliche Investitionsrisiko" für die Händler.

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