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Versandhandel Online-Riese JD.com drängt in chinesischen Paketmarkt

Chinas Paketmarkt ist riesig. Bisher ist Alibaba dort der Platzhirsch – doch die Nummer Zwei fordert den Online-Riesen jetzt heraus.

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Richard Liu, Gründer und Vorstandschef des Online-Händlers JD.com, ist nach Vergewaltigungsvorwürfen in den USA verhaftet worden. Quelle: Reuters

Peking/Shanghai Der chinesische Onlinehändler JD.com drängt in den lukrativen Paketmarkt in der Volksrepublik und verspricht sich davon zusätzliche Gewinne. Der Konzern, der mit Unternehmen wie Walmart und Google zusammenarbeitet, will seine bisherigen Zulieferdienste erweitern und sie auch Firmen anbieten, die ihre Waren nicht über die Internetseite von JD.com verkaufen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. „Das ist für uns der nächste Schritt, unser landesweites Logistiknetzwerk besser zu nutzen, das wir in den vergangenen Jahren aufgebaut haben“, sagte der Geschäftsführer der Logistiksparte, Zhenhui Wang.

Mit dem Vorstoß macht JD.com dem chinesischen Onlinehändler Alibaba Konkurrenz, der solche Dienste bereits anbietet. Der Markt für Paketzulieferungen in China ist riesig: 2017 wurden rund 40 Milliarden Pakete zugestellt, gut ein Zehntel mehr als in Deutschland. JD.com will in den Wirtschaftszentren Peking, Shanghai und Guangzhou mit seinem Service anfangen. Auf längere Sicht sei eine Ausweitung auf ganz China möglich.

Im zweiten Quartal wies JD.com wegen höherer Ausgaben und zurückgehender Verkäufe einen Verlust von umgerechnet 290 Millionen Euro aus, deutlich mehr als erwartet. Zu schaffen machen dem zweitgrößten chinesischen Onlinehändler auch die Vergewaltigungs-Vorwürfe gegen Firmengründer und Vorstandschef Richard Liu.

Er wurde in den USA Anfang September vorläufig festgenommen. Der Fall warf ein Schlaglicht auf die ungewöhnliche Organisationsstruktur des Unternehmens, bei dem der Gründer fast 80 Prozent der Stimmrechte hält und der Verwaltungsrat nur Entscheidungen treffen kann, wenn Liu anwesend ist.

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