WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Von Padmaschine zum Vollautomaten So finden Sie die perfekte Kaffeemaschine

Seite 2/4

Welche Maschine für welchen Kaffeetyp?

Welcher Kaffeetyp sind Sie?
Ohne kommen die Deutschen nicht aus dem Bett: Eine Tasse Kaffee gehört für fast zwei Drittel der Bundesbürger (63,6 Prozent) zum Start in den Tag. Laut dem Deutschen Kaffeeverband verbrauchten die Deutschen vergangenes Jahr 6,4 Kilogramm Rohkaffee - im internationalen Vergleich liegen sie damit auf Platz sieben. Die Finnen haben es mit 12,01 Kilogramm Kaffee auf Platz eins geschafft. Grund genug für die Redaktion von brandeins Wissen, das Magazin "Kaffee in Zahlen" herauszugeben. Demnach gibt es verschiedene Kaffeetypen, wie beispielsweise den... Quelle: dpa
Mit Kaffee, Filtertüte und Filter wird eine Tasse Kaffee aufgebrüht Quelle: dpa
Paar in einem Schlafzimmer Quelle: gms
Zuckerverpackungen mit der Aufschrift "Suedzucker" l Quelle: dapd
two cats sitting in the Cats Coffee House 'Neko' in Vienna, Austria, Quelle: dpa
Mit Elvis zum Frühstück: WMF rockt die IFA und bringt Entertainment in die Küche! Neben zahlreichen neuen Serien rund um Frühstück und Kaffee ist das besondere Highlight bei WMF die Only you! Quelle: obs
 A cappuccino is prepared at a Nairobi Java House outlet in Nairobi Quelle: REUTERS

So rät die Stiftung Warentest Familien und Vieltrinkern zu Kaffeevollautomaten, die mit ganzen Kaffeebohnen befüllt werden. Die Maschinen, die auch in vielen Büroküchen stehen, machen vom normalen schwarzen Kaffee über den Espresso bis zum Cappuccino mit Milchschaum alles auf Knopfdruck. Diesen Luxus wollen viele gern in der Küche haben: "Zuhause trinken wir Filterkaffee, aber im Restaurant bestellen wir Cappuccino oder Latte Macchiato. Mit solchen Automaten wollen wir uns den Genuss aus dem Restaurant nach Hause holen", erklärt Geißler.

Kaffeevollautomat Jura Giga 5 Quelle: Presse

Beim Milchschaum lässt sich übrigens sparen: Die Automaten mit separatem Milchaufschäumer sind nämlich in der Regel günstiger, als die Variante mit eingebautem Milchquirl. "Genießer wählen einen Vollautomaten mit vielen Einstellmöglichkeiten. Experimentieren Sie mit Kaffeesorte, Mahlgrad, Wassermenge und Temperatur", empfehlen die Warentester. Das Einzige, was der Besitzer eines Vollautomaten noch selber machen muss, ist regelmäßig Kaffee, Wasser und Milch beziehungsweise Milchpulver nachzufüllen. Und natürlich den Automaten zu reinigen. Das ist neben den hohen Anschaffungskosten einer der großen Nachteile. Werden die Maschinen nicht regelmäßig gewartet und gereinigt, kann sich innen Schimmel ansetzen. Außerdem sind viele Automaten beim Mahlen der Bohnen sehr laut. Verlässt der erste Kaffeetrinker das Haus früher als der Rest der Familie, sind mitunter auch gleich alle anderen wach.

Und billig ist der Spaß eben nicht. Unter 200 Euro gibt es kaum Maschinen, nach oben gibt es selbstverständlich keine Grenzen. Dass wir bereit sind, so viel Geld für eine Kaffeemaschine auszugeben, liegt daran, dass Kaffee ein Lifestyle-Produkt und nicht bloß ein Getränk ist. "Kein Mensch fragt Sie, ‚welchen Staubsaugerbeutel benutzt Du‘, aber sehr wohl ‚welchen Kaffee trinkst Du?‘, ‚was für eine Maschine benutzt Du?‘. Kaffeevollautomaten sind unglaublich emotionale Produkte", erklärt Martin Fassnacht, Experte für Preismanagement und Direktor des Zentrums für Marktorientierte Unternehmensführung.

Teure Reparaturen

Kleiner Wermutstropfen: Laut einem älteren Bericht der Stiftung Warentest gibt es häufig Probleme mit dem Reparaturservice, falls das gute Stück trotz richtiger Pflege einmal streikt. So funktionierte beispielsweise der Dienst von Jura, dem Hersteller der Jura Impressa F70 nicht wie gewünscht. Nur eine von drei Maschinen sei nach der Reparatur wieder vollfunktionstüchtig gewesen. "Die Techniker von Jura arbeiteten im Test schlampig und teuer", so das Urteil der Warentester. Der Preis für die ergebnislose Reparatur habe 149 Euro betragen.

Allgemein seien die Reparaturen von Vollautomaten nicht gerade günstig: "Die Stiftung Warentest zahlte 76 bis 158 Euro für die Reparatur von recht kleinen Fehlern", heißt es in dem Bericht. Ärgerlich wird es, wenn die Hersteller einen Pauschalpreis verlangen, wie es bei AEG, Siemens und Jura der Fall sei. Ist bloß eine Dichtung kaputt, wird die Instandsetzung für den Kunden zum teuren Vergnügen. Ganz davon abgesehen, dass er für einen bestimmten Zeitraum seinen Kaffee irgendwo anders trinken muss, weil die Maschine weg ist.

In diesem Punkt sei Jura sehr kundenfreundlich: Die Testkunden hatten nach vier bis zehn Tagen ihren Kaffeeautomaten zurück und die Rechnung habe detailliert aufgeschlüsselt, welche Arbeiten der Kundendienst durchgeführt hat. In diesem Punkt sei der Service bei Gaggia, Saecco und Siemens ähnlich schnell und transparent. Bei AEG, DeLonghi und Krups hätten Testkunden dagegen bis zu vier Wochen auf ihre Maschinen warten müssen. Als besten Kundendienst zeichneten die Prüfer den von Gaggia aus und vergaben insgesamt die Note 2,2 für guten und schnellen Service.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Diesen Artikel teilen:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Benachrichtigung aktivieren
Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Themen der WirtschaftsWoche informieren? Sie erhalten 1 bis 3 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft
Erlauben Sie www.wiwo.de, Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert
Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Themen der WirtschaftsWoche auf dem Laufenden. Sie erhalten 1 bis 3 Meldungen pro Tag.
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%