Vor allem Online-Handel boomt Einzelhandel macht 2021 trotz Corona Rekordumsätze

Der Einzelhandel mit Kleidung und Lederwaren musste durch die Corona-Regeln Einbußen hinnehmen. Das Online-Geschäft sorgt jedoch für eine positive Bilanz.

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Die Innenstädte werden wieder voller – doch die 2G-Beschränkungen in den meisten Läden drücken auf die Umsätze. Quelle: dpa

Die deutschen Einzelhändler haben 2021 trotz Corona-Beschränkungen und Lieferproblemen einen Rekordumsatz gemacht. Die Einnahmen wuchsen um 3,1 Prozent zum bisherigen Rekordjahr 2020, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag auf Basis der vorliegenden Ergebnisse für die ersten elf Monate schätzte. Preisbereinigt (real) blieb ein Plus von 0,9 Prozent übrig.

Allerdings lief es längst nicht überall rund. So habe etwa der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren auch im zweiten Jahr der Corona-Krise Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Dagegen wuchs das boomende Online-Geschäft erneut zweistellig.

Belastet wurden die Händler zuletzt von verschärften Corona-Regeln. Mit Ausnahme von Geschäften des täglichen Bedarfs wie Supermärkte und Drogerien durften in den vergangenen Wochen wegen der vierten Corona-Welle nur Geimpfte oder Genesene (2G) die Läden betreten. Zudem wird die Branche von Lieferproblemen geplagt: Ausgerechnet in der umsatzstarken Zeit vor Weihnachten klagten fast 82 Prozent der Einzelhändler, nicht alle Produkte anbieten zu können. Besonders elektronische Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik waren knapp.

Dennoch reichte es zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts zu einem Umsatzwachstum: Im November nahmen die Einzelhändler real 0,6 Prozent mehr ein als im Vormonat. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hier mit einem Rückgang von 0,5 Prozent gerechnet. „Die heftige Corona-Welle und die hohe Inflationsrate haben Verbrauchern weniger aufs Gemüt geschlagen als gedacht“, sagte dazu der Chefvolkswirt der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe, Alexander Krüger.

Trotz Rabatt-Aktionen wie „Black Friday“ und „Cyber Monday“ kam der Internet- und Versandhandel im November auf ein reales Umsatzminus von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die Umsätze liegen in dieser Branche mit einem Plus von 30,3 Prozent aber weiterhin deutlich über dem Niveau vom Februar 2020, dem Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland.

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