Wachstum geschwächt Flughäfen fürchten Abnahme der Passagierzahl

Auch wegen der Luftverkehrsteuer rechnen die deutschen Flughafenbetreiber künftig mit weniger Passagieren: Die Jahresprognose soll sinken. Bei der Luftfracht herrscht ebenfalls Stagnation.

Die Flughäfen fürchten einen Passagierschwund. Quelle: dpa

BerlinVon den deutschen Flughäfen sind von Januar bis September deutlich mehr Passagiere abgehoben. Die Betreiber fürchten aber ein schwächeres Wachstum. Von Januar bis September wurden 150,4 Millionen Passagiere gezählt, ein Zuwachs von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie der Verband ADV am Montag in Berlin mitteilte. Das Wachstum beruhe zum Teil aber auf Nachholeffekten wegen der Aschewolke-Ausfälle im Vorjahr - und es lasse nach: Im September habe die Passagierzahl den Vorjahreswert lediglich noch um 2,6 Prozent übertroffen.

„Seit einigen Monaten sehen wir eine deutliche Abschwächung der Wachstumsdynamik“, sagte Ralph Beisel, der Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV). An den mittleren und kleineren Flughäfen stagnierten die Passagierzahlen inzwischen oder sie gingen sogar zurück. Seine Jahresprognose von fünf Prozent Plus will der Verband senken. Besonders bei innerdeutschen Flügen mache sich die Belastung durch die Luftverkehrssteuer bemerkbar.

Auch die Luftfracht stagniert demnach. Im September hätten die Flughäfen 370.000 Tonnen umgeschlagen und damit im zweiten Monat in Folge keinen Zuwachs erzielt. Von Januar bis September habe das Frachtvolumen mit 3,3 Millionen Tonnen das Vorjahr um 7,5 Prozent übertroffen.

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