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Warenhäusern in den Niederlanden droht Schließung   Karstadt wird wieder zum Problemfall

Exklusiv
Seit dem Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof haben sich die Zahlen kaum erholt. Karstadt machte im Februar deutliche Verluste. Quelle: dpa

Die Fusion mit Kaufhof Ende 2018 hat Karstadt nur vorübergehend Luft verschafft. Internen Unterlagen zufolge macht Karstadt deutliche Verluste. Das liegt unter anderem an einer Warenhaustochter in Holland.

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Die Warenhauskette Karstadt hat im Februar operativ fast 20 Millionen Euro Verlust gemacht, rund 50 Prozent mehr als im selben Monat des Vorjahres. Auch im März kam Karstadt auf ein negatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in zweistelliger Millionenhöhe.

Der operative Verlust war in dem Monat sogar höher als der des einstigen Konkurrenten Kaufhof, mit dem Karstadt im November fusioniert wurde. Das geht aus Unterlagen hervor, die der WirtschaftsWoche vorliegen. Fragen hierzu ließ Karstadt unbeantwortet.

Wie das Magazin berichtet, ging der Umsatz der Kette allein im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast zehn Prozent zurück. Auch das Weihnachtsgeschäft soll äußerst enttäuschend gewesen sein. Karstadt kam deshalb bis Ende März auf ein EBITDA deutlich unter Vorjahresniveau.

Seit der Fusion von Kaufhof und Karstadt im November gehören zu der neuen Unternehmensgruppe auch Warenhäuser in den Niederlanden, die unter dem Label „Hudson‘s Bay“ betrieben werden. Noch im März wurde ein neues Haus in Utrecht eröffnet. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, entwickeln sich die Häuser allerdings zum Problemfall. Das Management von Galeria Kaufhof Karstadt rechnet damit, dass die Filialen in den Niederlanden bis 2028 rund eine Milliarde Euro verlieren, wenn alles so weiter läuft wie bisher. Das Magazin beruft sich hierbei auf interne Unterlagen. Die Häuser in den Niederlanden noch dieses Jahr zu schließen oder in die Insolvenz zu schicken, wird in internen Papieren als betriebswirtschaftlich sinnvollste Lösung dargestellt.

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