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Wasserpreis-Index Eine Flasche Wasser für drei Cent

Das billigste Wasser in Flaschen gibt es in Beirut, das teuerste in Oslo. Quelle: imago images

Wasser in Flaschen ist in Beirut am günstigsten. Das ist ein Ergebnis des Wasserpreis-Index, der die Unterschiede in den Kosten für Leitungs- und Flaschenwasser in mehr als 100 Städten weltweit vergleicht.

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Welche Kosten beeinflussen die Wahl einer Ferienwohnung? Und wie viel müssen Touristen beim Besuch einer neuen Stadt bezahlen? Die Antworten auf diese Fragen sind für die Macher der Ferienhaus-Suchmaschine Holidu von zentraler Bedeutung. „Das hat uns darauf gebracht, den Schwerpunkt einmal nur auf das grundlegendste Bedürfnis überhaupt zu legen: das Wasser“, sagt Johannes Siebers, Chef und Mitgründer von Holidu. 

Das Unternehmen wurde 2014 in München von Johannes und Michael Siebers gegründet. Heute beschäftigt es mehr als 200 Mitarbeiter aus mehr als 40 Nationen. Um das Thema Wasser näher zu beleuchten, untersuchte ein Team unter der Leitung eines Wissenschaftlers die Preise von Leitungs- und Flaschenwasser in über 100 Städten weltweit.

Der Wasserpreis-Index zeigt daher ein Gesamtbild, wie sich der Preis von Wasser weltweit unterscheidet. Zugleich gibt er einen Überblick über die Kosten des örtlichen Leitungswassers.



Der Fokus der Studie liegt auf den touristisch beliebten Städten und solchen, die einem erhöhten Risiko von Wasserknappheit ausgesetzt sind. „So wollten wir Reisende auf mögliche Einschränkungen aufmerksam machen, mit denen sie vor Ort rechnen müssen. Um das jeweilige Risiko darzustellen, haben wir daher eine Kategorie aufgenommen, die den Grad an ‚Wasserstress‘ für jede Stadt aufführt“, sagt Siebers.

Als Ausgangspunkt diente die Qualität des Leitungswassers an den jeweiligen Orten. Schließlich sei wichtig zu wissen, wo man das Leitungswasser gefahrlos trinken könne, erklärt Siebers. Anschließend wurden die monatlichen Kosten für den Verbrauch von Leitungswasser in jeder Stadt ermittelt. Damit konnte die Prozentabweichung vom Mittelwert für alle Städte auf der Liste berechnet werden. Die Ergebnisse zeigen, wie viel die Einwohner der jeweiligen Großstadt für ihr Leitungswasser im Weltvergleich bezahlen müssen.

Am wenigsten müssen demnach die Bewohner der saudi-arabischen Hauptstadt Riad für ihr Leitungswasser zahlen – drei Cent je Kubikmeter, was 1000 Litern entspricht. Besonders tief in die Tasche greifen müssen die Bewohner von Oslo. Dort kosten 1000 Liter Leitungswasser mehr als fünf Euro. 





Des Weiteren untersuchten die Experten Wasser in Flaschen. „Trotz der negativen Auswirkungen auf die Umwelt hat sich Flaschenwasser in den letzten Jahrzehnten zu einem allgegenwärtigen Phänomen in vielen Städten entwickelt“, sagt Siebers. „Die Preise unterscheiden sich dabei je nach Ort oder Marke erheblich.“ 

Um den genauen Preisunterschied berechnen zu können, wurde der Preis einer typischen, kostengünstigen Halbliterflasche Wasser ermittelt, wie sie Touristen beispielsweise in einem Supermarkt kaufen können. Dieser Preis wurde dann dem Durchschnittspreis pro Flasche der am häufigsten anzutreffenden Wassermarken von Konzernen wie Danone (Evian), Nestlé (Perrier) und den örtlichen Wassermarken von Coca-Cola wie Dasani oder Vio gegenüber gestellt. 



So konnte Holidu die Kosten der unterschiedlichen Marken mitteln und die Prozentabweichung vom Medianpreis im Index errechnen. Daraus ergibt sich eine Rangfolge, die zeigt, welche Städte das teuerste und das günstigste Flaschenwasser haben. Am wenigsten kostet demnach die Flasche Wasser in Beirut im Libanon.

Mehr zum Thema: Immer mehr Deutsche kaufen kein Sprudelwasser mehr, sondern produzieren es selbst. Der Markt ist deshalb zum zweiten Mal in Folge geschrumpft. Das trifft vor allem günstige Handelsmarken – und Plastikflaschen.

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