WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Wegen GTI-Travel-Pleite Alltours stoppt Buchungen für Türkei-Urlaube

Die bevorstehende Insolvenz von GTI Travel und ihrer Fluggesellschaft Sky Airlines macht anderen Veranstaltern Schwierigkeiten. Sie suchen Ersatzflieger für Türkei-Urlauber. Und 3500 Touristen müssen zurückgeholt werden.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Strand in Antalya: Reiseveranstalter suchen nach Ersatzmaschinen für Urlauber. Quelle: dpa - picture-alliance

Die Zahlungsunfähigkeit der Fluggesellschaft Sky Airlines stellt deutsche Touristikkonzerne vor Probleme. Kurz vor dem Start der Sommersaison haben die Veranstalter Schwierigkeiten, ausreichend Flugkapazitäten für Türkei-Urlauber zu organisieren. Mit Sky Airlines steht auch der Reiseveranstalter GTI Travel vor der Pleite, der ebenfalls zur türkischen Holding Kayi Group gehört. Der Insolvenzantrag soll am Mittwochmorgen eingereicht werden, sagte ein GTI-Sprecher zu Handelsblatt Online.

Die 18 Maschinen von Sky Airlines beförderten im vergangenen Jahr rund eine Million Touristen. Der Charterflieger wird von deutschen Reiseveranstaltern bevorzugt für Türkei-Flüge gebucht. Nach der Ankündigung der bevorstehenden Insolvenz und der Annulierung aller Sky-Airlines-Flüge suchen die Urlaubsveranstalter fieberhaft nach neuen Kapazitäten. Besonders Schauinsland und Alltours sind auf der Suche nach Ersatzfliegern. Alltours stoppte am Dienstagnachmittag deshalb bereits Neubuchungen für Türkei-Urlaube in den kommenden Tagen. Durch den Ausfall von Sky Airlines fehlten auf dem deutschen Markt 400.000 Plätze, erklärte der Duisburger Reiseveranstalter. Die Nachfrage nach Türkei-Urlauben sei groß, sagte Alltours-Chef Willi Verhuven. „Ein Last-Minute-Angebot für Sommerurlaub in der Türkei wird es deshalb in diesem Jahr vermutlich nicht geben“, teilte der Urlaubskonzern mit.

3500 Urlauber warten auf Rückflüge

Auch Tui sucht nach Ersatzkapazitäten. Man sei aber zuversichtlich, genügend Flugplätze für die bereits verkauften Reisen finden zu können, sagte ein Sprecher des Unternehmens dem Handelsblatt. Die Hannoveraner setzten Sky Airlines für ihre Billigschienen 1-2-Fly und Discount Travel ein.

In der Türkei, auf Mallorca und in Bulgarien saßen am Dienstagabend noch rund 3500 Touristen fest, für die nach dem Ausfall von Sky ein Rückflug organisiert werden musste. „Alle Rückflüge funktionieren bisher reibungslos“, sagte ein GTI-Sprecher Handelsblatt Online. Wer bereits im Urlaub sei, könne zu einer Verkürzung gezwungen werden, sagte ein Sprecher des Insolvenzversicherers Tourvers der Hanse Merkur am Dienstag. Der Insolvenzversicherer hat einen Krisenstab eingerichtet, um die Touristen zurückzuholen.

Kunden, die einen Urlaub bei GTI Travel oder der ebenfalls vor der Insolvenz stehenden Schwestergesellschaft Buchmal Reisen gebucht haben, können ihren Pauschalurlaub nicht mehr antreten. Alle Reisen bis zum 10. Juni seien storniert worden, teilte der GTI-Sprecher mit. Finanziell müssen Kunden nichts fürchten, solange sie von GTI Travel den gesetzlich vorgeschriebenen Reisesicherungsschein erhalten haben. Auch per Vorkasse gezahlte Reisen sind von der Insolvenz geschützt und Kunden können mit einer Erstattung rechnen, so der Tourvers-Sprecher.

(mit Material von cs)

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%