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Wegen Sommerflaute Ceconomy schraubt Gewinnprognose herunter

Konzernchef Pieter Haas. Quelle: imago images

Das Deutschland-Geschäft von Ceconomy lief im Sommer schwächer als erwartet. Die Elektronikhandelsholding senkt deshalb die Gewinnprognose ab. Media Markt und Saturn rücken nun stärker in den Fokus.

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Die Elektronikhandelsholding Ceconomy schraubt ihre Ertragsprognose herunter und erwartet nun weniger Gewinn als noch im vergangenen Geschäftsjahr. Vor allem das Deutschland-Geschäft rund um Media Markt und Saturn habe sich schwächer als erwartet entwickelt. „Wir hatten im Juli und August enttäuschende Umsätze sowohl bei Media Markt als auch bei Saturn“, sagte Ceconomy-Chef Pieter Haas: „Wir sind deshalb zum Schluss gekommen, dass wir unsere Guidance anpassen müssen.“

Ceconomy erwarte nun für das Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende September) ein Ebitda zwischen 680 und 710 Millionen Euro nach 714 Millionen Euro im Vorjahr, teilte der Mutterkonzern von Media Markt und Saturn mit. Der operative Gewinn (Ebit) werde zwischen 460 und 490 Millionen Euro liegen. Im Vorjahr standen hier noch 494 Millionen Euro in der Bilanz. Die Gewinnziele schlössen weiter nicht Ergebnisbeiträge aus der französischen Beteiligung Fnac Darty ein. Bislang hatte Konzernchef Haas eine Steigerung der beiden Kennzahlen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich prognostiziert. An der Prognose eines leicht steigenden Umsatzes sowie einer leichten Verbesserung des Nettobetriebsvermögens hielt er aber fest. Der Marktkonsens der Analysten liege zudem bei rund 500 Millionen Euro beim operativen Ertrag (Ebit), sagte Haas: „Das können wir noch immer erreichen.“

Die Senkung der Prognose liege vor allem am Deutschland-Geschäft im vierten Quartal. Das ungewöhnlich heiße Wetter im Juli und August habe zu einem „erheblichem Umsatz- und Ergebnisdruck“ geführt. Haas hatte bereits im August beklagt, bei der Hitze dächten die Kunden nicht ans Einkaufen. Die Prognose-Senkung dürfte aber den Druck auf ihn erhöhen. Großaktionär Haniel hatte zuletzt die Kursentwicklung der Ceconomy-Aktie kritisiert. „Die Wertentwicklung ist eine Enttäuschung, das sieht jeder, der auf den Kurszettel schaut“, hatte Haniel-Chef Stephan Gemkow Reuters gesagt.

Ceconomy-Chef Haas versucht, das operative Geschäft und damit den Aktienkurs in Schwung zu bringen. Er setzt auf eine bessere Verschränkung des Online-Geschäfts mit den Filialen, auch das Service-Geschäft will er ankurbeln. Zudem will er die Kosten drücken. Doch das reichte nicht aus, um seine Gewinnziele zu erreichen. Bereits der Start ins Geschäftsjahr mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft hatte Ceconomy Rückschläge gebracht - vor allem ein erbitterter Preiskampf hatte damals den Gewinn verhagelt. Haas hatte versucht, dies aufzuholen. Nun machte Ceconomy das schwächelnde Deutschland-Geschäft im Sommer einen Strich durch die Rechnung. „Wir haben unsere strategischen Initiativen in Deutschland nicht schnell genug umgesetzt“, räumte Haas zudem ein. „Das bedeutet, dass wir den Fokus noch stärker auf Media Markt und Saturn legen werden“, betonte er: „Das ändert aber nicht unsere strategische Ausrichtung und unsere Mittelfrist-Ziele.“

Auch der Online-Modehändler Zalando hatte erst am Dienstag erneut seine Prognose gekürzt und die auch auf die ungewöhnlich hohen Temperaturen und den langen Sommer zurückgeführt.

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