Weihnachtsgeschäft Ein Freudenfest für Deutschlands Online-Händler

Nicht nur Netzgiganten wie Amazon bescherte das Weihnachtsgeschäft beeindruckende Umsatzzuwächse. Auch deutsche Online-Versender punkteten mit dem Verkauf von Schmuck, Pullovern - und Sex-Spielzeug.

Was die Deutschen online kaufen
Blumen Quelle: dpa
Telekommunikation/Handy Quelle: dapd
Platz 8: Haushaltsgeräte Quelle: obs
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Platz 1: Kleidung Quelle: dpa
Modelleisenbahn Quelle: dpa/dpaweb
Bücher Online-Versandhandel Quelle: Screenshot
Computer und Zubehör Quelle: dpa
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Platz 1: Kleidung Quelle: Screenshot

Sex sells – zumindest in der Weihnachtszeit. Über mangelndes Kundeninteresse kann sich Lea-Sophia Cramer, Gründerin des Erotik-Online-Shop Amorelie, dieser Tage kaum beschweren. Sinnliche Adventskalender, pulsierenden Sex-Toys und Abo-Boxen, die die Besteller einmal im Quartal mit Neuheiten der Spielzeugindustrie beglücken sollen, gehörten zu den Rennern im Weihnachtsgeschäft.

Amorelie-Chefin Cramer ist mit dem großen Jahresfinale 2014 denn auch „sehr zufrieden“. „Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Verkäufe in der Vorweihnachtszeit verzehnfacht“, sagt Cramer.

Derlei Zuwachsraten dürften zwar selbst im notorisch wachstumsverwöhnten Online-Handel zu den Ausnahmeerscheinungen gehören. Doch auch der gesamten Branche dürfte das Weihnachtsgeschäft 2014 einen kräftigen Umsatzschub beschert haben. Online-Primus Amazon sprach bereits von der „bisher besten“ Weihnachtssaison in Deutschland – allen Streiks von Verdi zum Trotz.

Zufrieden zeigte sich auch der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH). „Die optimistischen Erwartungen der Händler zu Beginn der Saison scheinen sich zu bestätigen“, erklärte eine Sprecherin. „Die Umsätze des Weihnachtsgeschäftes 2014 lagen aller Voraussicht nach noch einmal deutlich über denen des Vorjahreszeitraums", betonte sie. Konkrete Zahlen dürften zwar erst in der kommenden Woche vorliegen, doch einzelne Unternehmen haben für wiwo.de bereits eine erste Bilanz gezogen.

Warum die Deutschen Online-Shopper sind

So kann Gerald Schönbucher, Chef der Kölner Online-Shoppingplattform Hitmeister, neue Rekordzahlen verkünden: „Der Umsatz der Monate November und Dezember lag in Summe 36 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs“, sagt Schönbucher. Zu den Bestellern der Plattform zählten die klassischen Geschenkkategorien wie Unterhaltungselektronik, Uhren und Parfum, aber auch Möbel sowie Küchen und Haushaltsprodukte. Das Weihnachtsgeschäft sei 2014 zwar etwas später gestartet, habe sich dann aber „sehr erfreulich entwickelt“, bilanziert Schönbucher.

Ganz ähnlich klingen die Macher von Dawanda, einer Onlineplattform für Handgemachtes und Designartikel. „Wir können zufrieden auf das Jahr 2014 zurückblicken“, heißt es nach der Hochsaison zum Jahresausklang bei den Berlinern. In den Wochen vor Weihnachten erzielte Dawanda nach eigenen Angaben rund 30 Prozent des Jahresumsatzes. „Die Kategorie Schmuck ist zu Weihnachten in diesem Jahr der unangefochtene Gewinner“, teilt eine Unternehmenssprecherin mit. Ebenfalls beliebt waren Deko- und Einrichtungsprodukte wie individualisierbare Adventskalender.

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Über alle Verkaufsplattformen hinweg, dürfte die Bestellung per Smartphone und Tablets zugenommen haben. Bei About You, dem vor wenigen Monaten gestarteten Online-Modeshop der Otto Group, wurden etwa ein Drittel aller Bestellungen über mobile Geräte getätigt. Insgesamt sei das Team um die About-You-Chefs Benjamin Otto und Tarek Müller „sehr zufrieden“ mit dem Weihnachtsgeschäft, sagt eine Sprecherin. Zu den Bestsellern, sowohl bei Frauen als auch bei Männern, zählten Jacken und Mäntel. Auf Platz zwei folgen bei den Frauen Kleider für die Festtage, bei den Männern dagegen Pullover für die kalten Wintertage. 

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