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Der E-Commerce und seine Kollateral-Schäden

Der Online-Handel boomt wie nie zuvor. Doch der Wettbewerb um den billigsten Preis führt in die Verlustzone und zum endgültigen Ende der Servicequalität. „Billig“ und „schlecht“ scheint beim Endverbraucher nicht anzukommen. Für den Drahtseilakt zwischen „Gut“ und „Günstig“ kann aber es nur eine Lösung geben.

Die 10 größten Onlinehändler in Deutschland
Apple Quelle: AP
Alternate.de Quelle: Screenshot
Platz 8: Conrad.de Quelle: Screenshot
Tchibo.de Quelle: dpa
Platz 6: Bonprix.de Quelle: Screenshot
Cyberport.de Quelle: Screenshot
Platz 4: Notebooksbilliger.de Quelle: Screenshot

Deutschland ist bekanntlich das Land der Schnäppchenjäger. Wir leben wie kaum ein anderes, europäische Land auf einer Insel der glückseligen Discounter. In keinem anderen Land sind die Lebensmittelpreise so niedrig wie bei uns.

Und noch ein weiteres Phänomen zeichnet die Deutschen aus: Wir sind bei fast jeder Entwicklung die langsamsten. Haben wir allerdings Lunte gerochen, legen wir eine beispiellose Geschwindigkeit an den Tag. So war es bei der Entwicklung des Fernsehens, des Internets, beim Breitbandausbau. Nun ist der E-Commerce an der Reihe. Aber das Land der Dichter und Denker nimmt sich dabei zu wenig Zeit zum Nachdenken.

Warum die Deutschen Online-Shopper sind

Das Einkaufen im Internet boomt wie nie zuvor. Laut Bundesverband des Deutschen Versandhandels ist das Online-Geschäft bereits für 70 Prozent ihrer Umsätze verantwortlich und stieg 2012 um 27 Prozent auf 27,6 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr rechnet man mit einem weiteren Anstieg von mindestens 20 Prozent. Das sind eindrucksvolle Zahlen.

Was den Deutschen beim Online-Shopping wichtig ist

Der Boom verwundert nicht. Natürlich ist es bequem, auf der Couch sitzend, das Warenangebot zu durchstöbern und am Computer gleich zu bestellen. Die anfängliche Angst der Deutschen via Internet zu bezahlen - die den Trend zunächst im Keim erstickte - ist plötzlich verflogen. Und durch die Einsparung der Mieten des stationären Einzelhandels und der Kosten für mehr oder weniger schlecht geschulte VerkäuferInnen ist der unaufhaltsame Boom des Schnäppcheneinkaufs vorprogrammiert. Es sei denn, die Online-Händler würden durch eine eigenartige Interpretation deutscher Gesetze und durch immer schlechteren Service sich selbst ein Bein stellen. Und alles das nur, um ihre Kosten und damit die Preise immer weiter zu senken.

Die Schattenseiten des Online-Handels

Amazon kündigt umstrittener Sicherheitsfirma

Dass dieses Geschäftsmodel nicht der Weisheit letzter Schluss ist, dürfte in der Amazon-Zentrale in Seattle besorgte Mienen hervorrufen. Denn die nach dem Marktforschungsinstitut Millward Brown wertvollste Handelsmarke der Welt macht inzwischen wieder Verluste.

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