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Westwing, Vonovia, Buwog Die Quartalszahlen des Tages

Die Vorbereitungen Westwing an die Börse zu bringen, nimmt Formen an. Quelle: obs

Sowohl Westwing als auch Vonovia haben ihren Wachstumskurs im zweiten Quartal fortgesetzt. Haniel hat dagegen wegen hoher Abschreibungen auf seine Finanzbeteiligungen im ersten Halbjahr 2018 Verluste verbucht.

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Börsenkandidat Westwing steigert Umsatz um ein Fünftel
Der Online-Möbelhändler Westwing hat seinen Wachstumskurs im ersten Halbjahr fortgesetzt und treibt die Vorbereitungen für einen Börsengang voran. Der Umsatz legte auf vergleichbarer Basis um 22 Prozent auf 120 Millionen Euro zu, wie der Börsenkandidat am Freitag mitteilte. Davon blieben zwei Prozent als Betriebsgewinn übrig (bereinigte Ebitda-Marge). Zugleich kündigte Westwing an, Anfang 2019 ein neues Logistikzentrum in Polen zu eröffnen, das ein kleineres Verteilzentrum bei Berlin ersetzen soll. Die am Freitag vorgestellten Zahlen sind um die Aktivitäten in Brasilien, Russland und Kasachstan bereinigt, die Westwing Anfang August zum Verkauf gestellt hatte.
Unterdessen nehmen die Vorbereitungen der Rocket-Internet-Beteiligung für einen Börsengang Formen an. Angesichts des erfolgreichen Wachstums sei das Unternehmen am 16. August in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden, teilte Westwing mit. Finanzkreisen zufolge strebt der Online-Möbelhändler ein Emissionsvolumen von 100 bis 150 Millionen Euro an und könnte bei dem Schritt aufs Parkett mit 400 bis 450 Millionen Euro bewertet werden.
Westwing gehört zum Imperium des Start-up-Investors Rocket Internet, der 32 Prozent der Anteile hält. Weitere Eigentümer sind die schwedische Kinnevik, Access Industries und Tengelmann Ventures. Sie hatten Westwing schon bei einer Finanzierungsrunde vor zwei Jahren mit 449 Millionen Euro bewertet. Rocket Internet hatte im Frühsommer bereits den Möbelhändler Home24 an die Börse gebracht, der zuletzt schwächer wuchs als erhofft.

Vonovia erhöht nach Zukauf in Schweden erneut Gewinnprognose
Im ersten Halbjahr erwirtschafteten die 9700 Mitarbeiter der Vonovia einen FFO von gut 510 Millionen Euro – ein Plus von 11,5 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten und ohne Berücksichtigung von Buwog und Victoria Park. Beide neu erworbenen Gesellschaften sollen zum Ende des dritten Quartals bilanziell vollständig in den Konzern integriert sein.

Buwog profitiert von Immobilienboom
Der österreichische Immobilienkonzern profitiert vom anhaltenden Boom der Branche. Der Betriebsgewinn aus dem laufenden Geschäft (FFO) legte im Geschäftsjahr 2017/18 um 10,4 Prozent zu auf 129,4 Millionen Euro und war damit so hoch wie nie zuvor. Zudem wurde der Wohnungsneubau deutlich ausgebaut.

Airline SAS verdient mehr als erwartet
Die skandinavische Fluggesellschaft hat im dritten Quartal mehr verdient als von Analysten erwartet. Vor Steuern stieg das Ergebnis im Zeitraum von Mai bis Juli auf 2,00 Milliarden Schwedische Kronen (umgrechnet 188 Millionen Euro) von 1,97 Milliarden Kronen vor Jahresfrist. Analysten hatten mit einem deutlich geringeren Ergebnis gerechnet.

Isra Vision steigert Gewinn und Umsatz
Der Experte für industrielle Bildverarbeitung sieht sich nach einem Gewinn- und Umsatzplus auf Wachstumskurs. Im dritten Quartal legten die Erlöse um zehn Prozent auf 102,8 Millionen Euro zu, der Vorsteuergewinn schnellte um 13 Prozent auf 20,5 Millionen Euro nach oben.

Adeler Real Estate verdient im ersten Halbjahr mehr
Der Immobilienkonzern hat sein operatives Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) im ersten Halbjahr 2018 auf 35,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Die Nettomieteinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32 Prozent auf 109,1 Millionen Euro.

Abschreibungen belasten Ergebnis von Haniel
Der Duisburger Konzern hat wegen hoher Abschreibungen auf seine Finanzbeteiligungen an Metro und Ceconomy im ersten Halbjahr 2018 nach Steuern einen Verlust von 842 Millionen Euro verbucht nach einem Gewinn von 71 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg von Januar bis Juni um 17 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Haniel geht davon aus, dass das Konzernergebnis vor und nach Steuern im Gesamtjahr negativ ausfällt. Das operative Ergebnis soll dagegen deutlich zulegen.

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