Zalando plant Hauptquartier Vom Keller zum eigenen Campus

Auf einer 100.000 Quadratmeter großen Fläche soll in Berlin ein neues Zalando-Hauptquartier entstehen. Von seinen Anfängen in einem Keller mitten in der Hauptstadt hat es der Onlinehändler weit gebracht.

Entwurf des neuen Zalando-Hauptquartiers Quelle: Presse/Zalando

Bis 2018 soll im Berliner Stadtteil Friedrichshain ein Zalando-Campus auf einer Fläche von mehr als 100.000 Quadratmetern entstehen. Auf dem Gelände will das Unternehmen zukünftig mehr als 5000 Mitarbeiter beschäftigen, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Termin für den Spatenstich: das zweite Quartal 2016.

Der neue Bürokomplex soll aus zwei Häusern mit 29.000 und 13.000 Quadratmetern bestehen. Das größere Gebäude soll sich über sieben Etagen erstrecken. Erst kürzlich hat Zalando auf dem Gelände Büroräume auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern bezogen. Bis 2017 plant der Modehändler dort einen weiteren Bürokomplex auf einer Fläche von mehr als 13.000 Quadratmetern. So soll bis 2018 Stück für Stück ein Zalando-Campus entstehen.

Zalando auf einen Blick

Mit dieser räumlichen Expansion reagiert Zalando auf sein starkes Wachstum. Die Zahl der Bestellenden in den 15 Märkten kletterte im dritten Quartal 2015 auf 17,2 Millionen von 14,7 Millionen zu Ende 2014. Auf den wichtigen Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz stiegen die Umsätze in der Zeit von Juli bis September um mehr als ein Drittel.

Die Zahl der Angestellten legte in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 1800 auf 9400 zu. Somit ist Zalando einer der größten Arbeitgeber im Raum Berlin. Wenn das 2008 gegründete Unternehmen an seinem Wachstumskurs festhalten möchte, muss es weitere Stellen schaffen – und die räumlichen Kapazitäten bereitstellen.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

Alles begann in einem Keller

Als der Online-Shop von Zalando im Oktober 2008 online geht, besteht das Sortiment nur aus wenigen Marken. Die Mitarbeiter verpacken zu diesem Zeitpunkt noch die Waren in einem Keller in Berlin – die DHL bringt die Pakete von dort aus zu den Kunden.

Schon im Januar 2009 zeichnet sich der Erfolg ab: Die bestellten Pakete stapeln sich bis unter die Decke – die Gründer David Schneider und Robert Gentz müssen die Waren in ihren Büroräumen lagern, in denen sie die Bestellungen annehmen. Einen Monat später verfügt der Mode-Onlinehändler bereits über eigene Lagerräume – nun, sieben Jahre später, soll ein 100.000 Quadratmeter großer Campus in Berlin entstehen.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%