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Handwerk Kentzler fordert Absenkung des Soli von 5,5 auf 3,3 Prozent

Handwerkspräsident fürchtet stagnierende Umsätze wegen schwacher Kaufkraft

Otto Kentzler, der Präsident Quelle: dpa

Handwerkspräsident Otto Kentzler fordert eine sofortige Senkung der Steuerlast, um die Kaufkraft und damit die Konjunktur zu stützen.

Kurzfristig kommt nach Ansicht Kentzlers eine Reduzierung des Solidarbeitrages in Frage. Er sagte der WirtschaftsWoche: „Der Konsum muss angekurbelt werden. Dafür brauchen die Bürger mehr netto in der Tasche. Vor allem die Steuerlast muss sinken. Kurzfristig bietet sich der Solidarzuschlag an, der in drei Jahren um 30 Prozent höhere Einnahmen brachte. Er sollte sofort von 5,5 auf 3,3 Prozent sinken.“

Kentzler drängt auf schnelle Entscheidungen, weil das Handwerk schon jetzt spürt, dass die Konjunktur schwächelt. „Wir sind ein Seismograf, spüren jetzt als Erste, dass die Konjunktur in Deutschland wackelt. Wachstum ist für 2008 nicht drin. Wir rechnen mit einem Prozent nominalem Plus – angesichts der Inflationsrate haben wir also real sinkende Umsätze. Deshalb fordern wir die Regierung auf, die Binnenkonjunktur zu stabilisieren.“

Neben der Absenkung des Solidarzuschlages hält Kentzler auch eine verstärkte steuerliche Förderung der Nachfrage nach haushaltsnahen Tätigkeiten für notwendig. „Die Nachfrage muss angeregt werden. Unser Ziel: Die Förderung von Handwerkerarbeit, haushaltsnahen Dienstleistungen und Pflegehilfen wird zusammengelegt, 25 Prozent von bis zu 12.000 Euro können von der Steuerschuld abgezogen werden. Das dämmt auch die wieder zunehmende Schwarzarbeit ein.“

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