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Höhere Mehrwertsteuer Chancen für Aldi & Co. in Großbritannien

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Mehrwertsteuererhöhung in UK

Eine Frau trägt in Köln Quelle: dpa/dpaweb

52 Prozent der befragten Entscheider aus Handel und Industrie gehen davon aus, dass die Mehrwertsteuererhöhung einen deutlich negativen Einfluss auf die  Umsätze im ersten Quartal haben wird. Insgesamt erwarten 45 Prozent der Unternehmen niedrigere Umsätze als  in 2010  – 65 Prozent erwarten einen niedrigeren Gewinn. Das Management ist nur in Teilen auf die Herausforderungen vorbereitet. Nur 50 Prozent  haben sich bisher intensiv mit dem Thema beschäftigt und fast Dreiviertel der Unternehmen wissen nicht wie der Wettbewerb reagieren wird. Auf Handelsseite planen 30 Prozent planen der Befragten die Preise deutlich stärker anzuheben als die 2,5 Prozentpunkte Mehrwertsteuererhöhung. Die Erwartung des Handels ist auch, dass die Industrie die eventuellen Margenbelastungen finanziert. Die Industrie hingegen möchte dem Handel keine Zugeständnisse machen. 36 Prozent der Händler wollen die Auslistung von Produkten in Betracht ziehen, die sich weigern bessere Konditionen zu gewähren. Dem gegenüber sehen 88 Prozent der Hersteller jedoch keinen Raum für Preisnachlässe. Eine Belastung der Beziehung zwischen Handel und Industrie ist somit programmiert.

Gewinner und Verlierer

Ein Drittel der Industrieunternehmen erwägen sogar die Preise deutlich stärker als den Mehrwertsteuereffekt zu erhöhen – auch wenn dies vielleicht den Absatz reduziert. Handel und Industrie sind gezwungen ihre Preisstrategien neu auszurichten. Preisschwellen müssen analysiert werden und manche Hersteller denken über neue Packungsgrößen nach, um das Preisbild im Markt halten zu können. Eines ist jedoch sicher – die Mehrwertsteuererhöhung wird den Konsum bremsen und allen Marktteilnehmern schaden. „Unternehmen müssen sich preisstrategisch auf diese Herausforderungen ausrichten. Die Erfahrung zeigt, dass die wenigsten dies rechtzeitig tun. Auch in Deutschland müssen wir davon ausgehen, dass eine weitere Mehrwertsteuererhöhung – besonders in Bereichen mit ermäßigten Mehrwertsteuersätzen - auf uns zukommt. Die Hersteller und Händler die gut vorbereitet sind, werden zu den Gewinnern gehören“, folgert Thomas Golly, Managing Partner von Sempora Consulting.

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