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Höhlendrama in Thailand Musk stellt Antrag zur Abweisung von Klage

Elon Musk bittet einen US-Richter, die Klage eines Rettungstauchers abzuweisen. Dass er den Briten einen „Pädophilen“ nannte, sei nur eine „Schulhof-Kabbelei in sozialen Medien“ gewesen.

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Der Öffentlichkeit sei bewusst gewesen, dass die Beleidigungen nicht als Tatsachenaussagen verstanden werden sollten, argumentiert US-Unternehmer Elon Musk. Quelle: dpa

Los Angeles Elon Musk versucht aus einem Rechtsstreit um seine Verbalattacke auf einen Rettungstaucher herauszukommen. Der US-Tech-Unternehmer bat einen Richter in Kalifornien, die Klage des Briten Vernon Unsworth abzuweisen.

Dass er den Taucher, der an der Rettung von in einer Höhle in Nordthailand eingeschlossenen Jungen beteiligt war, via Twitter einen „Pädophilen“ genannt habe, sei nichts weiter als eine „Schulhof-Kabbelei in sozialen Medien“, hieß es in einem Antrag Musks vom Mittwoch. Die Öffentlichkeit habe von Anfang an gewusst, dass die Beleidigungen nicht als Tatsachenaussagen verstanden werden sollten.

Den Tweet mit dem Wort „Pedo“ („Pädo“) hatte Musk, der damals 22,5 Millionen Follower hatte, im Juli abgesetzt, nachdem Unsworth ihn im TV-Sender CNN kritisiert hatte. Es ging um ein Mini-U-Boot, dass Musk und Ingenieure seiner Raumfahrtfirma SpaceX nach Thailand geschickt hatten, um bei der Rettung der zwölf in einer Höhe festsitzenden Jungfußballer und ihres Trainers zu helfen.

Unsworth tat die Aktion als „eine PR-Gag“ ab, und ergänzte: „(Musk) kann sich sein U-Boot irgendwo stecken, wo es wehtut.“ Tatsächlich kam es dann auch nicht zum Einsatz, da die Jungs mit dem U-Boot nicht aus der überschwemmten Höhle hätten geholt werden können.

Den Schmäh-Tweet gegen Unsworth löschte Musk zwar später und entschuldigte sich bei dem Taucher. Doch riet der SpaceX-Chef am 30. August einem Reporter der Nachrichtenwebsite BuzzFeed per E-Mail, Unsworth auf den Nagel zu fühlen.

Zudem schrieb Musk, Unsworth sei „für eine Kinderbraut nach Thailand gezogen, die damals etwa zwölf Jahre alt“ gewesen sei, wie es in der Klageschrift des Tauchers hieß. Unsworth wies Musks Darstellung zurück. In Thailand lebe er mit seiner 40-jährigen Partnerin. Nie sei er mit einer Minderjährigen verheiratet gewesen.

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