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Hotel-Ranking Die Top 50 Hotels steigern ihren Umsatz

Wer sind die 50 umsatzstärksten Hotels? Die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AGHZ) hat wieder bewertet. Die Top 50 haben ihren Umsatz um 13, 5 Prozent gesteigert. Fast 30 Prozent der Hotels haben satte Gewinne eingefahren.

Doppelzimmer im Leonardo Royal Hotel München

Einmal im Jahr nimmt die AGHZ deutsche Hotelgesellschaften unter die Lupe.  Die Untersuchung ergab aber nicht nur, wer die 50 umsatzstärksten Hotels sind, sie zeigt auch eine wirtschaftliche Entwicklung in der Hotellerie: 2010 war ein gutes Jahr für die Branche. Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Hotelübernachtungen von 19 auf 7 Prozent spürten die Betreiber genauso in den Kassen wie den allgemeinen Wirtschaftsaufschwung in Deutschland.

Auch die durchschnittlich um mehr als 10 Prozent gestiegenen Zimmerpreise mehrten den Umsatz der Hotelgesellschaften. Gemeinsam verdienten die Top 50 im vergangenen Jahr 6,81 Milliarden Euro und erwirtschafteten im Schnitt ein Umsatzwachstum von 13,5 Prozent. Nur 2,6 Prozent der Top 50 erreichten kein Plus beim Umsatz, im Jahr 2009 mussten noch 76 Prozent der großen Ketten Stagnation oder Rückgang vermelden.

"Sehr gute Gewinnsituation"

Damit sind die Hotelgesellschaften, die mehr als ein Hotel betreiben, 2010 nicht nur erfolgreicher als im Vorjahr, sondern auch erfolgreicher als die Einzelhotels gewesen. 1.800 Hotels gab es im vergangenen Jahr in Deutschland. Rund 200 davon sind große Hotels, die keiner Kette angehören. Auch diese Einzelhäuser erreichten im vergangenen Jahr ein Umsatzplus, das mit durchschnittlich 11 Prozent allerdings knapp unter dem der Ketten lag. Die bei den Ketten ebenfalls gestiegenen Gewinne - 27,8 Prozent der Hotelbetreiber sprechen von einer “sehr guten“ Gewinnsituation – sorgten auch für Wachstum bei den Mitarbeiterzahlen:  Mehr als die Hälfte der Gesellschaften stellte neue Leute ein.

Die Top 3 der Top 50

Auf dem Treppchen stehen die Accor Hospitality Germany GmbH, Best Western Hotels Deutschland und die Intercontinental Hotels Group. Die Accor Hotelgesellschaft steigerte von 2009 auf 2010 die Anzahl ihrer Häuser (Eigen- und Pachtbetriebe,  Management- sowie Franchisebetriebe) um 13 Stück. 322 Häuser gehörten 2010 zur Gesellschaft. Die hat die neuen Häuser beim Umsatz bemerkt: Accor erwirtschaftete ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit 815 Millionen Euro Gesamtumsatz hat Accor den Einbruch des Krisenjahrs 2009 ausgeglichen und auch einen etwas höheren Erlös erwirtschaftet als 2008.

Die Franchisebetriebe der Gesellschaft Best Western Hotels brachten 2010 eine Summe von 565,1 Millionen Euro ein, im Jahr zuvor waren es noch 63 Millionen Euro weniger. Das entspricht einem Wachstum von 12 Prozent. Die Zahl der Häuser ist um sechs gestiegen. Ebenfalls gestiegen sind in den Best Western Hotels die Preise pro Nacht und Zimmer. Wer im Jahr 2009 noch 75 Euro für ein Zimmer löhnte, musste 2010 schon 83 Euro hinblättern. An der Belegung der Räume hat sich durch die höheren Preise nichts geändert. 2010 waren 67 Prozent der Betten belegt, im Jahr zuvor waren es nur 65.

Bronzemedaille

Der dritte Platz im Ranking geht an die Intercontinental Hotels Group. Hier betrug das Umsatzwachstum nur 8,7 Prozent. Die AGHZ geht davon aus, dass die Abhängigkeit vom Geschäftsreisebereich mit ein Grund für das etwas schwächere Umsatzwachstum gewesen sein könnte. Ein Großteil der Intercontinental-Häuser sind Franchisebetriebe, die auch den Löwenanteil des Umsatzes einbringen. Der gesamte Umsatz betrug im letzten Jahr 536,5 Millionen Euro, mit 91 Euro pro Nacht lag der Preis im oberen Mittelfeld. Die Belegung der Zimmer war mit 67,4 Prozent sogar relativ hoch.

Zimmerbelegung und -preis sind entscheidend

Und gerade der Preis pro Zimmer sowie die Auslastung der Räume sind entscheidend. Die Befragung der Betriebe hat ergeben, dass die Auslastung von 2009 auf 2010 um gut vier Prozent gestieen ist, der durchschnittliche Preis pro Zimmer und Nacht liegt bei  88,85 Euro – 10,8 Prozent höher als im Vorjahr. Die Top Ten der 50 umsatzstärksten Hotels halten sich fast alle in diesem Preissegment auf, teuer sind die Nächte dagegen in Häusern der Gesellschaft Hyatt (168 Euro), der DSR Hotel Holding (Arosa und Neptun), die im Schnitt 152 Euro Verlangen und der Althoff-Hotelgruppe (139 Euro).

Wenig verändert hat sich bei der Gesamtzahl der Hotels: Dort gab es nur drei Prozent Wachstum. 2010 gab es 1357 Hotels, die zu Ketten gehören. Macht 40 Hotels mehr als im Jahr 2009.

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