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Ikea Möbel-Riese Ikea stößt an Wachstumsgrenzen

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Konkurrenz in Deutschland nimmt zu

Ikea-Katalog: Nach wie vor Quelle: dpa

Zudem wird vor allem in Deutschland die Konkurrenz am Möbelmarkt dichter. Bis vor wenigen Jahren war der Möbelmarkt in der Hand von kleineren Mittelständlern, die in der Regel ein, höchstens aber vier bis fünf Einrichtungshäuser besaßen. Doch seit einiger Zeit findet hier ein Umbruch statt: Der Filialisierungsgrad – also die Dominanz von Möbelketten – nimmt zu, sagt Timo Renz von der Unternehmensberatung Wieselhuber & Partner.

Ketten wie der Möbel-Discounter Poco Domäne, Roller oder die österreichische XXXLutz-Gruppe „fahren eindeutig eine Expansionsstrategie“, meint Möbelhandels-Experte Renz. Poco, Roller und Lutz setzen zudem auf Fernsehwerbung, um ihre Marke bundesweit bekannt zu machen. „Das konnte früher keiner der regionalen Anbieter.“

Die Konkurrenz wird am Möbelmarkt also größer, obwohl die neuen Konkurrenten sich deutlich vom Ikea-Konzept abheben: Der Möbeldiscounter Poco setzt auf Filialgrößen von 5000 bis maximal 13.500 Quadratmetern, Ikea-Einrichtungshäuser haben aber zwischen 15.000 und 25.000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Die XXXLutz-Einrichtungshäuser sind bis zu 50.000 Quadratmeter groß. Poco ist zudem ein Hardcore-Discounter – eine Eigenschaft, die auf Ikea nicht so richtig zutrifft. Die Schweden sind zwar preisgünstig, setzen aber doch auf eigenständiges Design.

Alles aus einer Hand

Bislang kann Ikea  auch etwas bieten, was die Konkurrenz nicht kann: Der schwedische Möbelriese betreibt integrierte Wertschöpfung, sagt  Berater Renz. „Ikea bestimmt selbst das Design und die Kollektion. Produziert wird entweder im Haus oder mit ganz eng angeschlossenen Partnern.“

Das hat weitreichende Folgen: „Bei Lutz oder anderen Großflächenanbietern erhält man die selbe Ware eines Produzenten. Den Ikea-Stuhl gibt’s hingegen nur bei Ikea.“ Das Metier beherrscht Ikea auch bei der Präsentation der Möbelstücke: Vom eigenen Restaurant bis hin zur optimalen Gestaltung der Laufwege legt Ikea viel Wert auf die Details, sagt Renz.

Dieses Konzept hat Ikea bisher seine klare Marktführerposition im Möbelhandel gesichert. Laut einer Markenuntersuchung von Wieselhuber & Partner, über die die WirtschaftsWoche exklusiv berichtete, ist Ikea eines der beliebtesten Handelsunternehmen in Deutschland. Im Möbelhandel führt Ikea ohnedies in allen Kategorien: Von Kundennähe bis hin zur Loyalität.

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