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Industrie Siemens kappt seine Ziele

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Im Vergleichszeitraum hatten allerdings hohe Belastungen insbesondere aus verzögerten Kraftwerks-Projekten den Profit geschmälert. Die Erholung fiel jedoch weit stärker aus als von Analysten erwartet. Umsatz- und Ergebnistreiber im zweiten Quartal war einmal mehr das Geschäft mit Kraftwerken, Windkraftanlagen und Stromnetzen.

Auch die Medizintechnik verbesserte sich trotz anhaltender Einsparungen im wichtigen US-Gesundheitsmarkt. Zu leiden hatte dagegen das Industriegeschäft und hier insbesondere die Industrieautomatisierung, die Antriebstechnik und die Lichttochter Osram. Erstere beiden hängen stark am Maschinenbau, wo sich die Aufträge in den vergangenen Monaten halbiert haben. Bei Osram hat die Absatzkrise der wichtigen Autokunden tiefe Spuren hinterlassen.

Kurzarbeit bei Siemens

Siemens ist bislang vergleichsweise glimpflich durch die Wirtschaftsflaute gekommen. Dass die Probleme aber zunehmen, zeigte schon die jüngst ausgeweitete Kurzarbeit. Nach letztem Stand sind 12.000 Mitarbeiter betroffen, die Zahl könnte bis Juni auf 19.000 steigen. Ende März waren es erst 7000 Mitarbeiter gewesen. Insgesamt beschäftigt der Konzern rund 132.000 Menschen in Deutschland und 427.000 weltweit.

Betriebsbedingte Kündigungen hierzulande soll es dieses Jahr trotz Flaute aber nicht geben. Mit einem Sparprogramm in Vertrieb und Verwaltung versucht Siemens, die Auswirkungen der Krise einzudämmen. Ein zweites Sparprogramm beim Einkauf läuft gerade an: Siemens will die Zahl der Zulieferer senken und Bestellungen zentraler organisieren.

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