13.000 Fahrzeuge pro Tag Toyota stoppt Produktion in Japan nach mutmaßlichem Hackerangriff

Ein wichtiger Zulieferer kann nach einem Hackerangriff nicht mehr liefern. Ob der Angriff mit Japans Sanktionen gegen Russland zusammenhängt, ist unklar.

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Der japanische Autohersteller musste die Produktion in den Werken im Heimatland stoppen. Grund ist vermutlich ein Hackerangriff. Quelle: Reuters

Ein mutmaßlicher Hackerangriff bei einem Zulieferer hat weitreichende Folgen für Toyota. Alle Bänder in den japanischen Werken seien gestoppt worden, teilte der japanische Autobauer mit. Der Hackerangriff betraf Toyotas Plastikteile- und Elektrokomponenten-Zulieferer Kojima Industries. Zunächst gab es keine Angaben dazu, wer hinter dem Angriff steckte und worauf dieser abzielte. Normalerweise fertigt Toyota in Japan rund 13.000 Fahrzeuge pro Tag.

Der Hackerangriff erfolgt nur wenige Tage, nachdem sich Japan den wegen der Invasion in die Ukraine verhängten Sanktionen gegen Russland angeschlossen hatte. Ohne eingehende Prüfung sei es schwer zu sagen, ob dies etwas mit Russland zu tun habe, sagte Ministerpräsident Fumio Kishida.

Toyota stellt rund ein Drittel seiner Wagen im Inland her. Es sei noch unklar, ob der Stopp länger als einen Tag dauere, sagte ein Firmensprecher. Toyota ist bekannt dafür, Produktionsteile, die von Zulieferern kommen, direkt zu verwenden und nicht erst zu lagern. Wegen der Coronapandemie kämpft der Volkswagen-Konkurrent bereits mit Lieferproblemen.

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