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800 Stellen fallen weg Thyssenkrupp teilt Auto-Anlagenbau

Derzeit sind bei Thyssenkrupp 3200 Menschen im automobilen Anlagenbau beschäftigt. Im jetzt endenden Geschäftsjahr waren bereits 500 Stellen gestrichen worden. Quelle: REUTERS

Die Corona-Pandemie hat die Krise den Essener Industriekonzerns Thyssenkrupp verschäft. Das hat nun Konsequenzen für den Sektor Anlagenbau.

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Thyssenkrupp spaltet seinen Anlagenbau für die Automobilindustrie in zwei eigenständige Unternehmen auf und baut 800 Stellen ab. Das teilte der Essener Industriekonzern am Dienstag mit. Auslöser für die Stellenstreichungen, von denen 500 auf Deutschland entfallen, sei ein drastischer Auftragseinbruch durch die Corona-Krise. Zudem würden durch die Unternehmensteilung Stellen in der Verwaltung wegfallen. Derzeit sind bei Thyssenkrupp 3200 Menschen im automobilen Anlagenbau beschäftigt. Im jetzt endenden Geschäftsjahr waren bereits 500 Stellen gestrichen worden.

Thyssenkrupp erwartet, dass die Produktionszahlen der Autoindustrie frühestens in zwei bis drei Jahren wieder das Vorkrisenniveau erreichen werden. „Deshalb müssen wir die Teilung und Neuaufstellung des Unternehmens nutzen, um die Strukturen und Verwaltungskosten in beiden Geschäften dem Marktniveau anzupassen“, begründete der Vorstandschef von Thyssenkrupp System Engineering, Ingo Steinkrüger, die Stellenstreichungen. Dabei werde man „das Standortkonzept anpassen und Kompetenzen bündeln“. Thyssenkrupp hat in diesem Bereich neun Standorte in Deutschland.

Die Teilung des Auto-Anlagenbaus ist Teil des großen Umbaus des rote Zahlen schreibenden Konzerns. Vom neuen Geschäftsjahr an, das am 1. Oktober beginnt, wird es bei Thyssenkrupp eine Geschäftseinheit für Karosseriemontage und einer Einheit für Antriebs- und Batteriemontage geben. Der Karosseriebereich soll bei Thyssenkrupp bleiben. Für den Bau von Montageanlagen für Batterien und Antriebe suchen die Essener durch einen Verkauf oder Partnerschaften „eine Lösung außerhalb des Konzerns“.

Mehr zum Thema: Thyssenkrupp-Konzernchefin Martina Merz steckt bei der Suche nach einer Lösung für die Stahlsparte fest. Hilft ein Unternehmen aus Schweden?

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