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Abbvie erhöht Prognose Blockbuster Humira trotzt der Konkurrenz

Der Blockbuster Humira bekommt Konkurrenz durch Nachahmermedikamente. Trotzdem erhöht Hersteller Abbvie den Umsatz mit dem Mittel. 2018 soll noch ein weiterer Effekt das Geschäft des Pharmakonzern beflügeln.

Hersteller Abbvie erwirtschaftet mehr als die Hälfte seiner Erlöse mit dem Präparat. Quelle: AP

North ChicagoDer US-Pharmakonzern Abbvie zählt sich im laufenden Jahr zu den Profiteuren der US-Steuerreform. Das Unternehmen erhöhte dank einer voraussichtlich niedrigeren effektiven Steuerrate am Freitag auch die Ergebnisprognose für 2018.

Den überwiegenden Teil des angepeilten Gewinnsprungs will Abbvie aber aus eigener Kraft erzielen. Eine Reihe neuer Medikamente soll dabei helfen. Konzernchef Richard Gonzalez versprach dank der Mittel „signifikantes Wachstum in den kommenden Jahren“.

Vor allem der Blockbuster Humira lief 2017 besser als erwartet: Trotz zunehmender Konkurrenz durch Nachahmermedikamente erhöhte Abbvie seinen Umsatz mit dem Schuppenflechte-Mittel um fast 15 Prozent. Das Unternehmen erwirtschaftet mehr als die Hälfte seiner Erlöse mit dem Präparat. Konzernweit stieg der Umsatz um mehr als 10 Prozent auf 28,2 Milliarden Dollar.

Im laufenden Jahr will Abbvie sein um Sonderfaktoren bereinigtes Ergebnis je Aktie auf 7,33 bis 7,43 Dollar steigern. Die alte Prognose hatte noch einen Zielkorridor von 6,37 bis 6,57 Dollar umfasst. 2017 hatte Abbvie 5,60 Dollar Gewinn je Aktie erwirtschaftet - ein Plus von mehr als 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Unter dem Strich ging der Überschuss aber von knapp 6 Milliarden auf 5,3 Milliarden Dollar (aktuell 4,33 Milliarden Euro) zurück – vorrangig, weil im vierten Quartal wegen der Steuerreform von US-Präsident Donald Trump zunächst höhere Belastungen anfielen.

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