WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Abfüllanlagenbauer Krones streicht Gewinnprognose um die Hälfte zusammen

Der weltgrößte Hersteller von Abfüllanlagen wird von hohen Materialkosten belastet. Der Vorstand hat kurzfristig einen Einstellungsstopp verhängt.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Krones streicht Gewinnprognose um die Hälfte zusammen Quelle: dpa

München Der weltgrößte Abfüllanlagen-Hersteller Krones streicht seine Gewinnprognose um die Hälfte zusammen und kündigt einen Einstellungsstopp an. Die Umsatzrendite vor Steuern (Ebit-Marge) werde in diesem Jahr nur bei drei statt wie geplant bei sechs Prozent liegen, teilte Krones am Mittwochabend in Neutraubling bei Regensburg mit.

Der Umsatz soll um drei Prozent auf rund vier Milliarden Euro steigen, wie das Unternehmen bekräftigte. Der Gewinn vor Steuern dürfte damit auf rund 120 (2018: 204) Millionen Euro einbrechen. Schon im ersten Halbjahr habe er unter den Erwartungen gelegen.

Krones sei von den anhaltend hohen Materialkosten überrascht worden, räumte Vorstandschef Christoph Klenk ein. Zudem sei die Nachfrage in der lukrativen Kunststofftechnik – etwa Anlagen zur Produktion und zur Befüllung von PET-Flaschen – geringer als erwartet. Die im vergangenen Jahr beschlossenen Preiserhöhungen reichten nicht aus, um das wettzumachen.

Kurzfristig beschloss der Vorstand daher einen Einstellungsstopp. Helfen soll auch der bereits geplante Aufbau der Produktion in Ungarn, wo ein neues Werk noch in diesem Jahr hochgefahren werden soll. Daraus seien aber erst 2020 Ergebniseffekte zu erwarten.

Doch seien weitere Maßnahmen nötig, um die mittelfristigen Wachstums- und Ergebnisziele zu erreichen. „Deshalb arbeitet der Vorstand zurzeit an weiteren strukturellen Veränderungen zur nachhaltigen Stärkung der Ertragskraft“, erklärte Krones. Die Komplexität müsse reduziert werden, Krones müsse schneller auf die Kundenbedürfnisse reagieren. Deshalb müsse das Unternehmen neu organisiert werden.

Krones hat sich für die nächsten Jahre ein Umsatzplus von drei bis fünf Prozent und eine Umsatzrendite vor Steuern von sechs bis acht Prozent vorgenommen.

Mehr: Der Chemiekonzern BASF senkt seine Prognose kräftig. Die Dimension dieser Korrektur ist überraschend groß – und betrifft weite Teile der deutschen Wirtschaft.

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%