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Abfüllanlagenhersteller Krones will Kosten senken und streicht bis zu 500 Stellen

Der Hersteller von Abfüllanlagen kürzt die Budgets und Investitionen. Bis zu 500 Arbeitsplätze vor allem in Deutschland sind bei Krones in Gefahr.

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Für das laufende Jahr hatte der Konzern die Prognosen im Juli zusammengestrichen. Quelle: dpa

Der weltgrößte Abfüllanlagenbauer Krones steigt wegen wegbrechender Gewinne kräftig auf die Kostenbremse. Budgets würden ebenso gekürzt wie die Investitionen für die nächsten ein bis zwei Jahre, erklärte der Vorstand um Christoph Klenk am Mittwoch in Neutraubling bei Regensburg. Zukäufe stünden bis auf weiteres nicht mehr auf der Tagesordnung, stattdessen prüft das Unternehmen „Portfolio-Optimierungen“.

300 bis 500 Arbeitsplätze sollen gestrichen werden, vor allem in Deutschland, wo Krones rund 11.000 Menschen beschäftigt. Bei einer Betriebsversammlung im September war von bis zu 400 Stellen die Rede gewesen.

Preiserhöhungen und Verlagerungen ins Ausland reichten nicht aus, um die mittelfristigen Ergebnisziele zu erreichen, räumte Krones ein. „Daher wird es strukturelle Anpassungen geben. Alle Prozesse, Organisationsstrukturen und Ressourcen werden optimiert.“

Krones hat sich mittelfristig ein Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent und eine Umsatzrendite vor Steuern (EBT-Marge) von sechs bis acht Prozent vorgenommen. Für das laufende Jahr hatte der Konzern die Prognosen im Juli zusammengestrichen: Der Umsatz soll um drei Prozent zulegen, die Umsatzrendite werde nur drei statt der ursprünglich angepeilten sechs Prozent erreichen.

„Das Erreichen des Ziels ist aber anspruchsvoll“, schränkte Krones nun ein. Nach neun Monaten liegt die Marge nur bei 2,1 (Vorjahr: 5,2) Prozent, der Gewinn vor Steuern ist um mehr als die Hälfte auf 61 (139) Millionen Euro eingebrochen.

Vor allem das Geschäft mit Anlagen zur Herstellung von Plastikflaschen lahmt. Der Umsatz zog im dritten Quartal aber kräftig an und lag nach neun Monaten mit 2,89 Milliarden Euro sieben Prozent über Vorjahr. Auch für das vierte Quartal sei man gut ausgelastet, hieß es in der Mitteilung.

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