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Abgas-Skandal Volkswagen hält Diesel-Nachrüstungen derzeit wohl für nicht realisierbar

Die technische Nachrüstung älterer Dieselautos soll nicht umsetzbar sein, behauptet ein Volkswagen-Insider. Der Konzern setzt hingegen auf Kompromisse.

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Diesel-Nachrüstungen sollen bei älteren Dieseln derzeit nicht realisierbar sein. Quelle: dpa

Hamburg Volkswagen hält eine technische Nachrüstung älterer Dieselautos einem Insider zufolge für derzeit nicht realisierbar. Ein Manager des Wolfsburger Konzerns verwies am Montag darauf, dass die Zulieferer von Katalysatoren zur Stickoxid-Reduktion dafür keine Haftung übernähmen.

Auch die Autobauer lehnten Garantien für technische Eingriffe an den Wagen ab. „Damit haben wir keine technisch machbare Nachrüstung“, sagte der VW-Insider der Nachrichtenagentur Reuters mit Blick auf die Verhandlungen mit der Bundesregierung über Maßnahmen zur Luftreinhaltung in deutschen Städten.

Offiziell bekräftigte Volkswagen lediglich, man sei kompromissbereit. „Grundsätzlich sind wir an sinnvollen Lösungen interessiert, die dazu beitragen, Einfahrverbote in Städte zu vermeiden“, sagte ein Sprecher und fügte hinzu: „Welchen Beitrag wir dazu leisten können, werden wir zu gegebener Zeit prüfen.“

Der Koalitionsausschuss soll am Abend einen Kompromiss in dem seit Monaten währenden Streit innerhalb der Regierung finden, um Fahrverbote in Städten zu vermeiden. Während Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf Hardware-Nachrüstungen fordert, setzt Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vor allem auf den Umtausch älterer Diesel in Neufahrzeuge.

Die Automobilindustrie argumentiert wie Scheuer damit, dass die Entwicklung von Stickoxid-Filtern mehrere Jahre dauern würde. Bis die Anlagen vom Kraftfahrt-Bundesamt genehmigt seien, würde mehr für die Luft in den Städten erreicht, wenn ältere Diesel jetzt umgetauscht würden. Dafür ist Volkswagen Unternehmenskreisen zufolge bereit, bis zu 10.000 Euro je Fahrzeug anzubieten. Damit wären die Umtauschprämien mehr als doppelt zu hoch wie beim letzten Mal.

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