Abgasskandal Kompletter VW-Vorstand soll entlastet werden

Die Diesel-Affäre hat den Volkswagen-Konzern in eine tiefe Krise gestürzt. Doch die Vorstandsebene trägt an dem Skandal keine Schuld. Alle Mitglieder sollen entlastet werden – unter einer Bedingung.

Auch Ex-Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn soll entlastet werden. Quelle: dpa

WolfsburgDer VW-Konzern sieht im Abgas-Skandal bislang weiter keine Anzeichen für eine mögliche Mitschuld auf Vorstandsebene. Bei der Hauptversammlung Ende Juni soll der komplette Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 entlastet werden, teilte der Konzern am Mittwoch in Wolfsburg mit. Aufsichtsrat und Vorstand betonten aber, dass der Vorschlag unter dem Vorbehalt stehe, dass sich bei den weiteren Untersuchungen bis zur Hauptversammlung am 22. Juni keine neuen Erkenntnisse ergeben.

„Grundlage dieser Empfehlung sind die derzeit vorliegenden Informationen aus der umfassenden, wenngleich noch nicht abgeschlossenen Untersuchung der US-amerikanischen Kanzlei Jones Day zur Diesel-Thematik.“

Der Aufsichtsrat habe prüfen lassen, ob nach derzeitigem Kenntnisstand „eindeutige und schwerwiegende Pflichtverletzungen von aktuellen oder ehemaligen Vorstandsmitgliedern festzustellen sind“, hieß es.

Der Mitteilung war eine Aufsichtsratssitzung am Dienstagabend vorausgegangen, bei der die VW-Kontrolleure „intensiv“ um eine Lösung gerungen hätten, hieß es aus dem Umfeld des Gremiums. Diesen Donnerstag muss die Einladung für das Aktionärstreffen erfolgen.

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