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Adler-Group-Tochter Consus Handwerker warten auf ihr Geld

Alles stockt: Das Bauprojekt der Adler Group am Steglitzer Kreisel in Berlin ist zwei Jahre in Verzug. Quelle: Laif

Die vergangenen Monate waren hart für die Aktionäre der Immobiliengesellschaft Adler Group. Nun gibt es neue Probleme mit der Tochter Consus.

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Die vergangenen Monate waren hart für die Aktionäre der Immobiliengesellschaft Adler Group. Der Aktienkurs sank bereits seit Juni. Und als ein Londoner Spekulant in der vorvergangenen Woche auch noch einen kritischen Bericht über das Unternehmen veröffentlichte, fiel der Kurs an einem Tag um weitere 30 Prozent.

Die Angriffe von außen sind aber womöglich nicht das einzige Problem des milliardenschweren Immobilienkonzerns und seiner Tochter Consus, die für einige der größten Bauprojekte in deutschen Metropolen verantwortlich zeichnet. Aus einer internen Aufstellung geht hervor, dass bei der Tochter Consus RE GmbH im Frühjahr überfällige Rechnungen in Höhe von fast 80 Millionen Euro aufgelaufen sind. Zu den Gläubigern zählen unter anderem Architekten, Handwerker und Bauunternehmen.

Dem Dokument zufolge sind von fast 5000 Rechnungen über die Hälfte seit mehr als einem Jahr, manche auch schon seit mehr als zwei Jahren fällig.

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Ein Sprecher der Adler Group erklärte: Sämtliche der angesprochenen, offenen Forderungen gingen auf die von Consus übernommene CG Gruppe und mit ihr geschlossenen Vereinbarungen zurück. Sie seien Gegenstand umfassender Prüfungen und Erörterungen mit den Leistungserbringern, auch von Rechtsstreitigkeiten.

Einzelne Gläubiger erklärten auf Nachfrage, immer noch auf ihr Geld zu warten und wegen der aus ihrer Sicht schlechten Zahlungsmoral nicht mehr für Consus arbeiten zu wollen. Einem Unternehmenssprecher von Adler zufolge habe die Unzufriedenheit der Gläubiger nichts mit dem Verzug einiger Bauprojekte zu tun. Die Ursachen dafür seien in Corona, Engpässen bei der Materialbeschaffung und „baurechtlichen Einwirkungen“ zu suchen.

Mehr zum Thema: Cevdet Caner dementierte noch 2020, eine Rolle bei der Adler Group zu spielen. Heute ist das anders. Im Interview mit der WirtschaftsWoche startet er einen Erklärungsversuch und äußert sich auch zu fragwürdigen Geschäften des Großaktionärs.

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