Airbag-Hersteller Takata einigt sich mit Klägern in den USA

Der Airbag-Hersteller hat vor Gericht eine Vereinbarung mit Dutzenden Klägern erzielt. Der Weg aus der Insolvenz ist damit geebnet.

Das Werk von Takata in Aisho, Japan. Die Airbag-Probleme des Automobilzulieferer hatten den größten Fahrzeugen-Rückruf der US-Geschichte zu Folge. Quelle: dpa

New YorkDer japanische Airbag-Hersteller Takata hat sich mit Dutzenden Klägern vor Gericht in den USA geeinigt. Damit ebnete sich der in den Vereinigten Staaten tätige Zweig des internationalen Konzerns einen Weg aus der Insolvenz, wie aus Dokumenten eines Insolvenzgerichts im US-Staat Delaware hervorging.

Die Einigung zwischen dem Automobilteilzulieferer, Autofahrern und Gläubigern sieht demnach vor, dass die Kläger ihren Widerstand gegen eine Sanierung des Unternehmens aufgeben, während ihre Verfahren über einen Treuhandfonds gelöst werden.

Takatas Airbag-Problem hatte zum größten Fahrzeug-Rückruf der US-Geschichte geführt. Mindestens 42 Millionen Autos und 69 Millionen Airbags wurden in die Werkstätten zurückbeordert. Weltweit waren es mehr als 100 Millionen Airbags.

Die fehlerhafte Produktion wurde für mindestens 16 Todesfälle und 180 Verletzte verantwortlich gemacht. Wichtigster Teil der geplanten Restrukturierung ist ein mehrheitlicher Verkauf an Takatas Konkurrenten, dem von China kontrollierten Konzern Key Safety Systems, in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar.

Teil der gerichtlichen Vereinbarung sind 13 Autobauer, darunter General Motors, Ford und Toyota. Die Hersteller, Takatas größte Kunden und Gläubiger zugleich, sind darin von der Haftung ausgenommen.

Die Airbags hätten bei einem Unfall unter Umständen zu stark ausgelöst und damit das Leben von Fahrer und Mitfahrer riskiert. Die juristischen Verfahren in der Sache überwältigten das Unternehmen finanziell - die im Sommer in den USA angemeldete Insolvenz kam nicht überraschend.

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