Airbag-Hersteller Takata will offenbar Montag Gläubigerschutz beantragen

Der angeschlagene japanische Autozulieferer Takata will einem Bericht zufolge am Montag Gläubigerschutz beantragen. Mehr als 40 Millionen Fahrzeuge mussten aufgrund defekter Takata-Airbags weltweit zurückgerufen werden.

Mindestens 16 Todesfälle stehen mit defekten Takata-Airbags in Verbindung. Der Airbag-Skandal hat den japanischen Autozulieferer in eine schwere Krise gestürzt. Quelle: Reuters

TokioDer wegen des Skandals um defekte Airbags angeschlagene japanische Autozulieferer Takata wird einem Agenturbericht zufolge am Montag Antrag auf Gläubigerschutz stellen. Dieser werde am zuständigen Bezirksgericht in Tokio eingereicht, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person sowie eine zweite, die darüber unterrichtet wurde. Anschließend werde Takata bei der Sumitomo Mitsui Financial Group Überbrückungskredite beantragen.

Ein Sprecher von Takata erklärte, bislang sei weder zu dem Antrag noch zur Finanzierung eine Entscheidung getroffen worden. Reuters hatte vergangene Woche unter Berufung auf Kreise von den Antragsplänen berichtet.

Weltweit stehen mindestens 16 Todesfälle mit defekten Aufblasvorrichtungen von Takata in Verbindung. Mehr als 100 Millionen Airbags wurden zurückgerufen, davon allein in den USA 70 Millionen. Betroffen sind dort etwa 42 Millionen Fahrzeuge. Takata hatte im Januar mit den US-Behörden eine Einigung im Airbag-Skandal erzielt. Danach zahlt die Firma unter anderem eine Milliarde Dollar und stellt sich drei Jahre lang unter die Aufsicht eines unabhängigen Prüfers.

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