Airbus-Zulieferer Triebwerksbauer MTU Aero übertrifft Prognose

MTU Aero Engines hat seine Gewinnerwartungen für 2017 übertroffen. Der Münchener Triebwerksbauer rechnet auch in diesem Jahr mit weiteren Zuwächsen.

Um sechs Prozent stieg der Umsatz des Triebwerksbauer im vergangenen Jahr auf 5,04 Milliarden Euro. Quelle: dpa

MünchenDer Münchner Triebwerksbauer MTU Aero Engines hat seine Gewinnerwartungen für 2017 übertroffen und rechnet für das laufende Jahr trotz der Probleme mit Triebwerken für den Airbus A320neo mit weiteren Zuwächse. Der bereinigte Nettogewinn stieg um 24 Prozent auf den Rekordwert von 429 Millionen Euro, wie MTU am Mittwoch vor der Bilanzpressekonferenz mitteilte.

Zum Ziel gesetzt hatte sich der Airbus-Zulieferer 420 Millionen Euro. Vorstandschef Reiner Winkler bekräftigte die Prognose für 2018, die ein moderates Ergebnisplus vorsieht. Die Dividende für das abgelaufene Jahr schraubt MTU auf 2,30 (1,90) Euro je Aktie nach oben. Analysten hatten das schon erwartet.

Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 5,04 Milliarden Euro und verfehlte damit die eigenen Prognosen leicht. 2018 dezimieren veränderte Bilanzierungsvorschriften (IFRS 15) die Umsätze in der Branche deutlich. Bestimmte Kosten werden künftig vorab vom Umsatz abgezogen.

Nach diesen neuen Regeln hätte MTU Aero 2017 nur 3,65 Milliarden Euro umgesetzt. Die Auswirkungen auf das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) halten sich in Grenzen: Statt 606 Millionen Euro hätte MTU 570 Millionen erreicht.

Ein konkretes Umsatzziel für 2018 gab MTU nicht an. Das zivile Seriengeschäft soll aber - in Dollar gerechnet - um 30 Prozent zulegen. Getrieben ist der Anstieg von den Getriebefan-Programmen, deren Wachstum dieses Jahr seinen Höhepunkt erreichen dürfte“, erklärte Winkler. MTU steuert 18 Prozent des Triebwerks von Pratt & Whitney bei, mit dem der A320 neo ausgerüstet wird.

Dabei waren Anfang des Monats erneut Probleme aufgetaucht, die die Auslieferung zahlreicher Flugzeuge verzögern. MTU gehe davon aus, dass die Probleme kurzfristig behoben werden könnten und die Auslieferungsziele nicht gefährdeten, erklärte das Unternehmen.

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