WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Alstom-Chef Patrick Kro "Der Euro ist ein Segen"

Seite 2/4

Produktionsstandort Deutschland

So ist der Ausblick bei Banken, Autoherstellern & Co.
Container im Hamburger Hafen Quelle: dpa
Maschinenbau Quelle: dpa
Ein Kabel Quelle: dpa
Zeitungen Quelle: dpa
Ein Flugzeug Quelle: dpa
Chemieindustrie Quelle: dpa
Arzt Quelle: dpa

Wie wichtig ist Deutschland für Alstom als Produktionsstandort?

Wir beschäftigen in Deutschland zehn Prozent unser Mitarbeiter...

...das ist halb so viel wie in Frankreich.

Das ist ein sehr gutes Verhältnis, wenn Sie die Zahlen unserer deutschen Wettbewerber damit vergleichen. Wir sind deutscher, als unsere deutschen Konkurrenten französisch sind.

Das klingt schön für uns Deutsche, dürfte Ihrem Großaktionär, dem französischen Baukonzern Bouygues, aber weniger Freude bereiten, da Alstom gerade zum Beispiel in Salzgitter rote Zahlen schreibt.

Wir betreiben in Salzgitter zurzeit mehrere Projekte zur Verbesserung der Profitabilität. Das Gleiche gilt für den Kesselbau am Standort Stuttgart, wo die Situation ähnlich ist. Wir sind auf einem guten Weg. Aber zufrieden bin ich noch nicht. Wir müssen auf jeden Fall noch weiter gehen.

Im März 2011 kündigten Sie an, in Deutschland Arbeitsplätze abzubauen. Warum haben Sie davon jetzt wieder Abstand genommen?

Uns ging es nicht um weniger Arbeitsplätze, sondern um eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Wir haben Leiharbeitskräfte abgebaut. Bei den Festangestellten brauchten wir aber nicht so weit zu gehen, wie wir uns das anfangs vorgestellt haben. Denn die Auslastung unserer Werke, vor allem in Salzgitter, ist viel höher, als wir ursprünglich erwartet hatten. Solche Überraschungen lieben wir.

Alstom-Standorte in Deutschland

Wie erklären Sie sich das?

Deutschland ist ein interessanter Markt für uns, weil wegen der Energiewende sowohl in der Stromerzeugung als auch in der Stromverteilung ein Ausbau notwendig ist. Dazu kommt die anhaltend starke Nachfrage nach Regionalzügen, wo wir sehr erfolgreich sind.

Wieso sorgt die Eisenbahnindustrie in Deutschland mit technischen Pannen und Lieferverzögerungen immer wieder für Unmut?

Ich habe nicht das Gefühl, dass unsere Kunden uns generell als unzuverlässigen Lieferanten ansehen. Gut, es gab einige technische Schwierigkeiten, aber wir tun natürlich alles, damit es besser wird. Schon allein, weil es für uns finanziell katastrophal ausgeht, wenn ein Kunde nicht zufrieden ist. Ich habe seit meinem Antritt vor zehn Jahren einiges unternommen, damit Alstom in der Qualität und in der Vertragstreue noch zulegt. Und ich glaube, wir sind ein gutes Stück weitergekommen.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%