Alstom-Übernahme General Electric ringt mit Brüssel

Exklusiv

Im Rennen um die Übernahme der Energiesparte des französischen Alstom-Konzerns will sich der amerikanische Mischkonzern General Electric (GE) mehr Zeit verschaffen.

General Electric Quelle: AP

Nach Informationen der WirtschaftsWoche prüft GE einen Antrag, um die Antwortfrist auf die Bedenken der EU-Kommission um zwei Wochen zu verlängern. Zunächst will GE nun in eine Anhörung bei der Wettbewerbskommission gehen und danach schriftlich Vorschläge für Änderungen vorlegen. Der US-Konzern steht unter enormem Zeitdruck. Schon in acht Wochen wollen die Brüsseler Wettbewerbshüter abschließend urteilen.

Mit neuen Vorschlägen will General Electric die 16 Milliarden Dollar teure Übernahme retten. Denkbar sei unter anderem, Produktionskapazitäten abzugeben und Lizenzen, nach denen andere Hersteller Turbinen fertigen, zu verkaufen, berichtet die WirtschaftsWoche weiter. Für jede Produktionslinie, die GE verkaufen würde, muss der Konzern einen Käufer mitliefern. Angesichts der Kürze der Zeit eine große Hürde. Trotz möglicher Zugeständnisse will GE sein lukratives Geschäft mit der Wartung von Kraftwerksturbinen aber nicht gefährden.

Vor zwei Wochen hatte die Kommission GE eine lange Liste mit Einwänden gegen den Kauf übersandt. Auf den mehr als 300 Seiten kritisieren die EU-Wettbewerbshüter vor allem die dominante Stellung des fusionierten GE-Alstom-Konzerns bei Fertigung und Wartung von Gasturbinen. Der Marktanteil würde europaweit bei 60 Prozent liegen, schätzen Experten. Hauptwettbewerber ist Siemens.

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